Coronavirus stoppt USA-Trip
Sofa statt Seattle

Lüdinghausen -

Eigentlich wäre er in dieser Minute in Seattle und würde durch die Stadt schlendern, einen Burger essen oder das Space Needle besichtigen. Eigentlich. Denn die Covid-19-Pandemie hat Laurids Leibold und seiner Freundin einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Beiden mussten ihre Reisepläne vorerst ad acta legen.

Freitag, 27.03.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2020, 13:30 Uhr
Laurids Leibold freute sich auf seinen Trip nach San Francisco und Seattle. Doch daraus wird wegen des grassierenden Coronavirus nun vorerst nichts.
Laurids Leibold freute sich auf seinen Trip nach San Francisco und Seattle. Doch daraus wird wegen des grassierenden Coronavirus nun vorerst nichts. Foto: privat

WN-Mitarbeiter Laurids Leibold wäre jetzt in den USA. Das Coronavirus hat seine Pläne allerdings durchkreuzt: Eigentlich wäre ich in dieser Minute in Seattle und würde durch die Stadt schlendern, einen Burger essen oder das Space Needle besichtigen. Eigentlich: Denn leider hat meiner Freundin Linda und mir die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung gemacht. Statt zweieinhalb Wochen Seattle und San Francisco gibt es jetzt Urlaub auf dem Sofa.

Von dem Einreisestopp der USA erfuhr ich direkt nach dem Aufwachen durch eine Nachricht meiner Freundin. Und damit war klar: Unser Urlaub fällt ins Wasser. Linda und ich waren sehr enttäuscht, da wir uns bereits wochenlang auf diese Reise gefreut hatten, für sie wäre es ein Wiedersehen mit ihren ehemaligen Gasteltern, für mich meine erste Fernreise gewesen.

Informationen lassen auf sich warten

Nach der Hiobsbotschaft dann die Frage: Wie geht es jetzt weiter? Also noch am selben Tag ins Reisebüro. Dort erfuhren wir leider nichts, da es noch keine Infos von der Airline oder dem Hotel gab. Denn eine Pauschalreise hatten wir nicht gebucht und auch unsere Reiserücktrittsversicherung half uns in diesem Fall nicht.

Zwei Tage später kam dann der erste Anruf: Unser gebuchtes Hotel in San Francisco wurde kostenfrei storniert. Schon mal eine gute Nachricht für uns, doch immer noch keine Information zu den Flügen. Eine Woche später dann der Hinweis: Die Airline storniert den Flug nicht kostenfrei, sondern bietet lediglich eine Umbuchung an. Da wir jedoch den Großteil unseres Jahresurlaubs für diesen Trip bereits verbraucht hatten, mussten wir eine Entscheidung treffen: Stornieren oder Umbuchen?

Neuer Abflugtermin im August

Letztlich bringt es nichts, dass bereits gezahlte Geld in den Wind zu schießen, daher entschieden wir uns für eine Umbuchung zu einem deutlich teureren Preis. Wir fliegen also nun statt im März im August dieses Jahres in die USA und hoffen inständig, dass dieses Mal alles klappt.

In der ganzen Situation muss man das Personal des Reisebüros wirklich loben, das uns immer gut beraten und schnellstmöglich informiert hat. Nur die schwache Informationspolitik sowie die fehlende Kulanz der Airline macht mich ein wenig wütend.

Ich hoffe, nicht nur wegen meines Urlaubs, dass die Corona-Pandemie schnell unter Kontrolle gebracht wird und dem USA-Trip im Sommer dann nichts mehr im Wege steht.

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