Initiative der evangelischen Kirchengemeinde
Aktion „Brot und mehr“

Lüdinghausen -

„Brot und mehr“ nennt sich eine Aktion der evangelischen Kirchengemeinde. Ab dem 31. März werden freiwillige Helfer dreimal in der Woche – dienstags, donnerstags und samstags – Backwaren und Lebensmittel an bedürftige Menschen verteilen. Die Produkte stellen die Bäckerei Geiping und der Supermarkt von Jimmy Gawdi kostenlos zur Verfügung.

Samstag, 28.03.2020, 06:00 Uhr
An der Aktion „Brot und mehr“ wirken unter anderem mit (v.r.): Hubertus Geiping, Pfarrerin Silke Niemeyer, Jimmy Gawdi, Presbyterin Claudia Wulf, Hausmeister Ralf Hansmeyer und Kita-Leiterin Carola Raak..
An der Aktion „Brot und mehr“ wirken unter anderem mit (v.r.): Hubertus Geiping, Pfarrerin Silke Niemeyer, Jimmy Gawdi, Presbyterin Claudia Wulf, Hausmeister Ralf Hansmeyer und Kita-Leiterin Carola Raak.. Foto: Peter Werth

Eines stellen die Initiatoren der Aktion „Brot und mehr“ gleich klar: „Wir sind keine Konkurrenz und kein Ersatz für die Tafel“, betont Pfarrerin Silke Niemeyer . Die evangelische Kirchengemeinde bietet ab kommenden Dienstag (31. März) in deutlich kleinerem Maßstab, als ihn die Tafel bieten könnte, eine Brot- und Lebensmittelausgabe an. Die Tafel hat ihre Arbeit eingestellt, da viele ihrer Mitarbeiter zur sogenannten Risikogruppe zählen ( WN berichteten).

Wir sind keine Konkurrenz und kein Ersatz für die Tafel.

Silke Niemeyer

Die Idee für „Brot und mehr“ hat Presbyterin Claudia Wulf gemeinsam mit Bäckermeister Hubertus Geiping entwickelt. Dessen Backläden stellen dazu ihre überschüssigen Brotwaren sowie Kuchen kostenlos zur Verfügung. In die Aktion eingeklinkt hat sich auch Jimmy Gawdi, der in der Steverstadt einen Supermarkt betreibt. Er stellt dafür Obst, Gemüse sowie Milchprodukte aus seinem Sortiment bereit – ebenfalls kostenfrei.

Jeweils dienstags, donnerstags und samstags von 10 bis 12 Uhr werden freiwillige Helfer am Gemeindezentrum (Stephanusweg) die Waren verteilen. Angesprochen sind dabei die Menschen, die über einen Tafel-Ausweis verfügen. „Wir wollen die Leute erreichen, die tatsächlich bedürftig sind“, sagt dazu die Pfarrerin. Zu dem Helfer-Team gehören neben Presbytern der Gemeinde und anderen Freiwilligen auch Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens, der wegen der Corona-Krise seine Pforten geschlossen hat.

Wir wollen die Leute erreichen, die tatsächlich bedürftig sind.

Silke Niemeyer

Während der Ausgabe würden alle Sicherheitsmaßnahmen beachtet. Die in Tüten abgepackten Waren werden aus einem Fenster des Gebäudes an die draußen stehenden Menschen gereicht. Alle müssen genügend Abstand voneinander halten. Auch das sei gewährleistet, betont Wulf.

Und: Das Ordnungsamt der Stadt habe schnell sein Einverständnis für die Aktion gegeben. „Wir sind gespannt, wie das Angebot angenommen wird“, sagt Niemeyer.

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