Arbeiten für Umgehungsgerinne kommen voran: Stever wird wieder eingestaut
Fischtreppe nimmt Form an

Lüdinghausen -

Die Arbeiten für das Umgehungsgerinne für die Fischtreppe kommen voran: Die Stever wird wieder eingestaut, wie die Stadt Lüdinghausen mitteilt.

Donnerstag, 16.04.2020, 19:02 Uhr aktualisiert: 17.04.2020, 15:10 Uhr
Die Bauarbeiten am Steverwall schreiten voran: Seit Mittwoch wird der Wasserstand der Stever wieder auf die üblichen drei Meter vor der Grünen Schleuse eingestaut.
Die Bauarbeiten am Steverwall schreiten voran: Seit Mittwoch wird der Wasserstand der Stever wieder auf die üblichen drei Meter vor der Grünen Schleuse eingestaut. Foto: Stadt Lüdinghausen

Mit dem Umgehungsgerinne wird die Durchgängigkeit der Stever von der Quelle bis zur Mündung hergestellt. Laut städtischer Pressemitteilung sollen dadurch die Fische von der Alten Stever über die Vischeringstever durch die „StadtLandschaft“ bis zum Steverwall und der Mühlenstever geleitet werden.

Derzeit sind Experten einer Fachfirma im Auftrag der Stadt Lüdinghausen bei den Bauarbeiten für das Umgehungsgerinne und die Fischtreppen gleich an mehreren Orten in der „StadtLandschaft“ aktiv: An der Sporthalle Hinterm Hagen wurde eine Baustraße errichtet, um das Auslaufbauwerk für die Fischtreppen an der Sohle der Vischeringstever zu setzen. Im Hochwasserschutzwall hat das Team eine Konstruktion mit Staubecken geschaffen. Der Rückbau der Baustraße erfolgt in den nächsten Tagen, heißt es weiter. „Von hier aus steigen die Fische zukünftig in den Fischaufstieg ein, um dann durch die anstehende sauerstoffreiche Lockströmung durch die ‚StadtLandschaft‘ geleitet zu werden.“

Schutz für Bäume

Gleichzeitig sind die Arbeiten am Steverwall in vollem Gange. Die Bäume sind mit einem Schutz ummantelt, um sie vor Beschädigungen durch die Baumaschinen zu schützen. Dieser Abschnitt zwischen dem Steverbett-Hotel und der Klosterstraße bleibt vorerst gesperrt. Dort werden in den kommenden Wochen die Fischtreppen in das Gewässer neben dem Steverwall eingebaut. Ab Mitte Mai werden die verschiedenen Steuerorgane so eingestellt, dass eine stetige sauerstoffreiche Strömung im Gerinne der „StadtLandschaft“ vorherrschen wird. Diese Strömung wird von den Fischen aufgefunden und verfolgt.

Seit Mittwoch (15. April) wird der Wasserstand der Stever wieder auf die üblichen drei Meter vor der Grünen Schleuse eingestaut. Zuletzt musste der Wasserstand für die Gründungsarbeiten stark abgesenkt gehalten werden.

Projekt mit langem Vorlauf

„Es ist schön, diesen Arbeiten beim Voranschreiten zuzusehen“, sagt Bürgermeister Richard Borgmann. „Wir freuen uns schon sehr darauf, dass die Fische nun endlich den Weg von der Quelle bis zur Mündung aufsteigen und ihre angestammten Laichplätze erreichen können.“ Für das Herstellen des Umgehungsgerinnes hatten sich der Wasser- und Bodenverband Stever-Lüdinghausen und die Stadt schon seit einigen Jahren eingesetzt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7372510?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker