Verantwortliche verlängern Corona-bedingtes Fahrverbot
Bürgerbus bleibt in Garage

Lüdinghausen -

In der Garage bleibt der Lüdinghauser Bürgerbus noch mindestens für 14 Tage. Die Corona-Krise hat die Verantwortlichen zum Verlängern des Fahrverbots gezwungen. Eventuell geht‘s am 4. Mai (Montag) wieder los. Aber nur unter strengen Auflagen.

Montag, 20.04.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 15:25 Uhr
Bleibt noch mindestens 14 Tage in der Garage: Unter bestimmten Voraussetzungen könnte der Bürgerbus frühestens am 4. Mai (Montag) seinen Fahrbetrieb wieder aufnehmen.
Bleibt noch mindestens 14 Tage in der Garage: Unter bestimmten Voraussetzungen könnte der Bürgerbus frühestens am 4. Mai (Montag) seinen Fahrbetrieb wieder aufnehmen. Foto: Bürgerbusverein

Der Bürgerbus wird auch in den kommenden zwei Wochen noch nicht wieder seine Runden durch die Steverstadt drehen können. Das teilen die Verantwortlichen in einem Pressetext mit.

Wie berichtet, war am 18. März der Bürgerbusbetrieb wegen der Corona-Pandemie eingestellt worden. Damals hatten die Verantwortlichen angedacht, ihre Fahrzeuge ab dem heutigen Montag (20. April) wieder verkehren zu lassen.

Doch dieses Datum ist nach Mitteilung des Bürgerbusvereins nicht zu halten. Denn die Stadt Lüdinghausen, der Dachverband Pro Bürgerbus NRW und auch RVM hätten signalisiert und vor dem Hintergrund der andauernden Corona-Krise empfohlen, die Aufnahme des Bürgerbus-Liniendienstes bis zum 30. April (Donnerstag) auszusetzen und eventuell am 4. Mai (Montag) neu zu starten. „Dieser Empfehlung unserer Partner schließen wir uns an“, wird Dr. Norbert Lütke Entrup, Vorsitzender des Bürgerbusvereins, in der Mitteilung zitiert.

Fahrer und Gäste gehören mehrheitlich zur Risikogruppe

Ob dies gelingt, sei von der dann aktuellen Corona-Gefährdungseinschätzung abhängig. „Wir werden uns aber auf diesen neuen Termin einrichten und bis dahin einen Dienstplan für die Fahrerinnen und Fahrer erstellen“, erläutert Lütke Entrup die nun anlaufenden Vorbereitungen.

Das größte Problem, dem sich die Bürgerbus-Verantwortlichen stellen müssen, sei die Ansteckungsgefahr für die Gäste und die Fahrer, denn sie alle gehören mehrheitlich zur Corona-Risikogruppe. Die Ansteckungsgefahr werde als „sehr hoch“ eingeschätzt und könne wegen der notwendigen Abstände zwischen dem Personal und den Gästen – vor allem bei Hilfestellungen beim Ein- und Aussteigen in den Bus – kaum durch Distanzeinhalten eingegrenzt werden.

Verein besorgt Gesichts- und Nasenmasken

„Auch nach dem 4. Mai ist dieses Problem nicht grundsätzlich zu beheben, aber vielleicht doch deutlich zu mindern“, stellt Lütke Entrup klar. Das betreffe auch das Reduzieren von Kontakten beim Ticketkauf und das Verwenden von Masken. „Wir werden uns deshalb vorsorglich nach Gesichts- und Nasenmasken erkundigen und versuchen, über RVM einen Vorrat für den Fahrdienst und auch in geringerer Stückzahl für Fahrgäste zu beschaffen“, schildert er weitere Aufgaben für die Verantwortlichen. Dabei werde auch die Häufigkeit des Erneuerns der Masken berücksichtigt. Eine Mundschutzpflicht besteht nach Mitteilung des Bürgerbus-Dachverbands NRW im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) zwar nicht, das Benutzen werde jedoch empfohlen.

Da größere Veranstaltungen bis zunächst Ende August Corona-bedingt verboten sind, lässt der Bürgerbusverein Lüdinghausen die für den 29. Mai (Freitag) geplante Mitgliederversammlung ausfallen. Auch der für den 4. Juni (Donnerstag) vorgesehene Fahrer-Stammtisch wird nicht wie angedacht über die Bühne gehen.

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