Kollegien der Gymnasien bereiten zunächst Rückkehr der Abiturienten vor
Ein erster Schritt in Richtung Schulalltag

Lüdinghausen -

Noch ist einiges zu tun: Am Donnerstag (23. April) kehren die ersten Schüler nach den Corona-bedingten Schließungen an die zwei Lüdinghauser Gymnasien zurück. Die Direktoren und ihre Kollegien müssen dafür allerhand Absprachen und Vorkehrungen treffen.

Montag, 20.04.2020, 05:00 Uhr aktualisiert: 20.04.2020, 15:28 Uhr
Cani-Schulleiter Michael Dahmen bereitet mit seinem Team die Rückkehr der Schüler vor.
Cani-Schulleiter Michael Dahmen bereitet mit seinem Team die Rückkehr der Schüler vor. Foto: Peter Werth

Michael Dahmen ist sich sicher: „Wir sind gut gerüstet, müssen in den kommenden Wochen aber gewiss immer mal wieder improvisieren.“ Der Direktor des Gymnasiums Canisianum berät am heutigen Montag (20. April) mit der erweiterten Schulleitung – „in einem großen Raum und mit genügend Abstand“ –, wie die Abiturprüfungen samt Vorbereitungen über die Bühne gehen sollen.

Nachdem sich Bund und Länder in der vergangenen Woche auf einen schrittweisen Start der Schulen nach den Corona-bedingten Schließungen geeinigt hatten, haben Dahmen und sein Team sofort erste Überlegungen angestellt, wie sie die aktuell 45 Abiturienten am Cani beschulen können. Noch bis einschließlich Mittwoch (22. April) hat das Kollegium Zeit, Hygiene- und Abstandsvorkehrungen zu treffen sowie an den Stunden-, Prüfungs- und Dienstplänen sowie Raumkonzepten zu feilen. Ab Donnerstag (23. April) werden dann die ersten Schüler erwartet.

Alle Planungen erfolgten in enger Absprache mit dem Team des St.-Antonius-Gymnasiums um Direktorin Elisabeth Hüttenschmidt , erzählt Dahmen. Schließlich gibt es seit Jahren eine Kooperation in Sachen Kursangebot.

Abiturienten machen den Anfang

„Ich finde es richtig, dass wir uns aufs Abitur fokussieren und die Prüfungen machen lassen“, betont Dahmen. Die rund 500 Quadratmeter große Cani-Aula biete ausreichend Platz. Dort sei es kein Problem, einen Abstand von drei Metern zwischen den jungen Männern und Frauen zu garantieren. Eine Grundreinigung der Schule sei bereits vor den Osterferien erfolgt, erzählt der Rektor. „Es ist alles desinfiziert.“ Aufgrund der Schließung sei dafür genug Zeit gewesen. Außerdem habe der Hausmeister zusätzliche Desinfektionsmittelspender besorgt, die an weiteren zentralen Stellen in dem Gymnasium aufgestellt werden. In den einzelnen Klassenräumen und in den Sanitäranlagen seien sie ohnehin längst vorzufinden. Gleiches gilt fürs Anton. Direktorin Hüttenschmidt und die erweiterte Schulleitung samt Hausmeister starten heute ebenfalls mit einer Besprechung, ab Donnerstag soll jeden Tag ein Fach auf dem Stundenplan stehen. Gepaukt wird in Kleingruppen. Da die Schulpflicht derzeit ausgehebelt ist, sollen die Schüler bis morgen (21. April) mitteilen, ob sie ab Donnerstag wieder die Schulbank drücken. „Ich vermute aber, dass viele kommen werden“, mutmaßt Hüttenschmidt. Die Busse jedenfalls würden – unter Einhalten gewisser Hygienemaßnahmen und Abstandsregelungen – fahren, auf den Treppen in der Schule gelte „Einbahnstraßen-Prinzip“, um Begegnungen zu vermeiden. „Es gibt viele Details, die besprochen und umgesetzt werden müssen“, fasst die Rektorin zusammen. Mit dem städtischen Beigeordneten Matthias Kortendieck überzeugt sich vor dem Öffnen der Schultüren der Träger, ob alle Vorgaben eingehalten werden.

Busse fahren unter Auflagen

Dahmen und Hüttenschmidt sind gespannt, wie es ab dem 4. Mai (Montag) weitergeht – wenn nach und nach wieder mehr Schüler unterrichtet werden. Das Konzept dafür müssen Bund und Länder noch erarbeiten.

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