Bürgerbus startet frühestens am 2. Juni
Weiterhin ausgebremst

Lüdinghausen -

Sie müssen weiterhin auf die Bremse treten: die Aktiven des Bürgerbusvereins. Statt wie zunächst geplant am heutigen Montag (4. Mai) dürfen sie mit ihren Fahrzeugen wegen des Coronavirus nun frühestens am 2. Juni (Dienstag) wieder auf den Straßen unterwegs sein. Das haben die Verantwortlichen jüngst entschieden.

Montag, 04.05.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 04.05.2020, 17:26 Uhr
Startklar für Fahrten während der Corona-Krise: Helmut Hugot vom Bürgerbusverein zeigt die „verlängerte Hand“.
Startklar für Fahrten während der Corona-Krise: Helmut Hugot vom Bürgerbusverein zeigt die „verlängerte Hand“. Foto: Bürgerbusverein

Die Wiederaufnahme des Bürgerbus-Liniendienstes ist erneut wegen der Corona-Auflagen verschoben worden, wie der Verein jetzt in einem Pressebericht mitteilt. Der 2. Juni (Dienstag) gilt demnach nun als neuer Starttermin. Das haben der Bürgerbusverein Lüdinghausen, das Ordnungsamt der Stadt und die Regionalverkehr Münsterland GmbH (RVM) am vergangenen Donnerstag (30. April) gemeinsam entschieden. Weiterhin hat die RVM veranlasst, dass technische Maßnahmen zum Schutz des Fahrdienstes von den Bus-Herstellern geprüft und von diesen Angebote eingeholt werden. Diese Lösungsansätze müssten aber den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung (StVO) und der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) genügen, heißt es weiter.

Hilfsmittel zum Abkassieren auf Abstand

Das Bürgerbusverein-Team der Steverstadt ist zusätzlich auf diesem Gebiet aktiv geworden, damit seine Fahrzeuge möglichst schnell wieder unterwegs sein können. So hat Bernhard Böckenholt, Mitglied des Fahrdienstes, inzwischen eine „verlängerte Hand“ – einen Teleskop-Stab mit kleinem Eimer – für das Bezahlen und Geldwechseln im Bus entwickelt. Außerdem hat er Bodenaufkleber mit einem Abstandshinweis und optisch gut sichtbaren Fußabdruck-Symbolen für den Eingangsbereich organisiert.

Masken und Desinfektionstücher sind bestellt

„Dieser erneute Aufschub verschafft uns jetzt noch vier Wochen Zeit, um weitere Gebrauchsgegenstände für die Busausstattung in Corona-Zeiten zu besorgen“, erläutert der Vorsitzende Dr. Norbert Lütke Entrup. FFP2-Masken für den Fahrdienst, Tuchmasken für Fahrgäste sowie Desinfektionstücher seien bereits bestellt.

Die Verantwortlichen des Bürgerbusvereins sind sich mittlerweile auch im Klaren darüber, dass die ursprünglich für Ende März angesetzte und auf den 29. Mai (Freitag) verschobene Mitgliederversammlung definitiv nicht wie gewohnt durchgeführt werden kann. Als Ersatz plant der Vorstand ein virtuelles Treffen nach Zusenden der Einladungen und weiterer Unterlagen per Post oder per E-Mail. Und auch der Fahrerstammtisch am 4. Juni (Donnerstag) müsse wohl aus dem Kalender gestrichen werden. Es erscheine unwahrscheinlich, dass die Corona-Einschränkungen bis dahin zurückgenommen würden, mutmaßen die Vereinsaktiven.

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