Aufkleber-Aktion startet am Mittwoch
Für plastikfreie Biotonnen

Lüdinghausen -

Auch die Stadt Lüdinghausen beteiligt sich an der Aktion „#WIRFUERBIO“ in Westfalen. Vor dem Leeren der Biotonnen ab Mittwoch (6. Mai) – manchmal auch unmittelbar danach – beginnen die Mitarbeiter der WBC im Auftrag der Stadt mit dem Anbringen eines speziellen Aufklebers auf den Tonnen.

Montag, 04.05.2020, 19:00 Uhr
Eindeutige Hinweise: Anhand von Aufklebern lässt sich nun auf einen Blick erkennen, dass – selbst kompostierbares – Plastik
Eindeutige Hinweise: Anhand von Aufklebern lässt sich nun auf einen Blick erkennen, dass – selbst kompostierbares – Plastik Foto: WBC

Sämtliche Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld sowie die Wirtschaftsbetriebe Kreis Coesfeld (WBC) haben sich der Aktion „#WIRFUERBIO“ in Westfalen angeschlossen, um die Qualität der Biotonneninhalte zu verbessern. Denn: „Beim eingesammelten Biomüll kommt es seit geraumer Zeit vermehrt zu starken Verunreinigungen durch Plastik und schlecht kompostierbarem Abfall, wie zum Beispiel Maisstärketüten“, heißt es in einem Pressebericht aus dem Lüdinghauser Rathaus. „Daher setzen sich alle Städte und Gemeinden im Kreis Coesfeld nun dafür ein, die Biotonne und letztlich den Boden und die Gewässer frei von jeglichem Plastik zu halten.“

Dadurch ließen sich künftig hohe Sortier- und damit Entsorgungskosten vermeiden. Und deshalb sollen sämtliche Biotonnen im Innenbereich von Lüdinghausen und Seppenrade mit einem Aufkleber auf dem Deckel versehen werden.

Vor dem Leeren der Biotonnen ab Mittwoch (6. Mai) – manchmal auch unmittelbar danach – beginnen die Mitarbeiter der WBC im Auftrag der Stadt mit dem Anbringen eines speziellen Aufklebers auf den Tonnen. Die Verwaltung bittet daher alle Bürger, ihre Biotonne möglichst am Abend vorher schon an die Straße zu stellen und auch nicht sofort nach dem Leeren wieder hereinzuholen.

Die Beteiligten gehen davon aus, dass für Verteilen der Sticker mehrere Abfuhrtage erforderlich sind – die Aktion wird sich daher voraussichtlich über einen längeren Zeitraum hinziehen, informieren die Verantwortlichen in dem Pressetext. „Wer also am Mittwoch noch keinen Aufkleber an seinem Gefäß hat: Bitte auch vor den weiteren Leerungen die Tonne frühzeitig an die Straße stellen! Sollte jemand vergessen werden: Man kann sich den Aufkleber auch im Rathaus abholen und selbst anbringen.“

Der Sticker soll die Bürger darauf hinweisen, dass weder Kunststoffbeutel noch biologisch abbaubare Folienbeutel in die Biotonnen geworfen werden dürfen. Wer sie trotzdem im Haushalt zum Sammeln verwenden will, muss dann den Inhalt in die Tonne entleeren und den Beutel selbst über die Restmülltonne entsorgen. „Ansonsten kann es mittelfristig passieren, dass die Biotonne nicht geleert wird“, betonen die zuständigen Mitarbeiter der Stadt. Sie weisen außerdem darauf hin, dass entsprechende Kontrollen spätestens für Ende des Jahres geplant sind.

Alternativen zu den Kunststoffbeuteln sind Papiertüten oder Zeitungspapier. Darin lassen sich die Bioabfälle einwickeln. Was ebenfalls niemals in die Biotonne darf: verpackte Lebensmittel wie gekeimte Kartoffeln im Kunststoffnetz, verdorbene Wurst in der Plastikfolie, das Glas mit verschimmeltem Obst oder Kaffeekapseln. Aber auch Katzenstreu, Windeln, Asche oder sonstiger Restmüll haben in den Behältern nichts zu suchen.

Weitere Infos gibt es auf der Landingpage der Kampagne „#wirfuerbio“ in Westfalen.

 

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