Betreuungsverein Lüdinghausen im SkF
Sie kümmern sich

Lüdinghausen -

Der Betreuungsdienst des Sozialdienstes katholischer Frauen ist auch in Corona-Zeiten im Einsatz,. Das betont das Team Sonja Hochstrat, Frauke Köhler und Katharina Prasse. Sie betreuen neben psychisch kranken Menschen auch geistig und körperlich schwer behinderte Personen.

Dienstag, 12.05.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 12.05.2020, 16:58 Uhr
Der Betreuungsverein Lüdinghausen beim SkF (v.l.):
Der Betreuungsverein Lüdinghausen beim SkF (v.l.): Foto: Peter Werth

Auch in Corona-Zeiten setzt der Betreuungsverein beim Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Arbeit fort. Das betonen die drei mit dieser Aufgabe betrauten Mitarbeiterinnen Sonja Hochstrat, Katharina Prasse und Frauke Köhler . „Wir kümmern uns um Menschen, die psychisch krank, altersverwirrt oder geistig und körperlich schwer behindert sind“, erklärt Hochstrat. Für diese Personen, auch solche in Pflegeheimen, übernehmen die Vertreterinnen des Vereins die rechtliche Betreuung, begleiten sie etwa zu Behördengängen oder übernehmen diese gleich selbst. Zudem, so die Sozialarbeiterin, würden die finanziellen Angelegenheiten übernommen. Vor allem die Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht stünden in der aktuellen Situation vermehrt auf der Tagesordnung.

Wir kümmern uns um Menschen, die psychisch krank, altersverwirrt oder geistig und körperlich schwer behindert sind.

Sonja Hochstrat

Derzeit betreue der SkF-Betreuungsdienst 80 Menschen, erläutert Köhler. Die Betreuung selbst werde durch einen Beschluss des Amtsgerichts bestimmt und sei auf maximal sieben Jahre festgelegt – mit regelmäßigen Prüfungen. Initiative für eine Betreuung ergreifen könnten etwa der sozialpsychologische Dienst des Gesundheitsamtes, aber auch die betroffenen Menschen selbst, so Köhler. Vermehrt kämen auch alleinerziehende junge Mütter in die Betreuung, hat Hochstrat festgestellt.

Eine weitere Aufgabe ist die Begleitung von ehrenamtlich tätigen Betreuerinnen, ergänzt Prasse, in deren Aufgabenbereich diese Unterstützungsmaßnahme fällt. „Wir sind weiter für sie da“, verspricht die Sozialpädagogin. Dabei verweist sie auf unterschiedliche Angebote wie diverse Veranstaltungen und Fortbildungsmaßnahmen. Die könnten angesichts von Corona nicht in gewohnter Weise durchgeführt werden, bedauert das SkF-Team. „Aber wir machen uns Gedanken, wie das gelöst werden kann“, sagt Prasse.

Denn gerade jetzt befänden sich die Ehrenamtlichen in einer schwierigen Situation. Sie könnten ihre Angehörigen in Pflegeheimen nicht in gewohnter Weise besuchen und angemessen betreuen. Andere hätten ihre Angehörigen nach Hause geholt. Auch da sei manche Situation inzwischen beschwerlich. Bei all diesen Problemen leiste der Betreuungsverein des Sozialdienstes Hilfe und kümmere sich. „Das ist ein wichtiger Baustein unserer Arbeit“, betont Hochstrat.

Die jeweiligen Betreuerinnen stünden alle sechs bis acht Wochen in persönlichem Kontakt zu den ihnen anvertrauten Menschen, berichtet Sozialpädagogin Köhler. Darüber hinaus seien die Betreuerinnen selbstredend Ansprechpartner nicht nur für Angehörige, sondern auch für Pflegedienste oder die Altenheime. Für den Herbst ist zudem eine Aktionswoche (28. September bis 3. Oktober) geplant, in der sich das Team mit seinen Angeboten vorstellen will. „Wir hoffen, dass das dann auch möglich ist“, sagt Hochstrat mit Blick auf die Corona-Krise.

 

 

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