Praxisleitfaden zum Eichenprozessionsspinner lässt sich online runterladen
Keine Chance den Raupen

Lüdinghausen -

Wer den Raupen mit den Brennhaaren den Kampf ansagen möchte – oder muss: Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat in den vergangenen Monaten mit den NRW-Kommunen einen Leitfaden für den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner entwickelt, der sich auf der Homepage der Stadt Lüdinghausen herunterladen lässt.

Mittwoch, 17.06.2020, 14:00 Uhr
Bürgermeister Richard Borgmann (links) und Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann tauschten sich unter anderem während der Veranstaltung zum Eichenprozessionsspinner im März aus.
Bürgermeister Richard Borgmann (links) und Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann tauschten sich unter anderem während der Veranstaltung zum Eichenprozessionsspinner im März aus. Foto: Stadt Lüdinghausen

Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat in den vergangenen Monaten mit den NRW-Kommunen einen Leitfaden für den Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner entwickelt. Im März hat zu diesem Thema eine Veranstaltung mit Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann im Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen stattgefunden, heißt es in einem Pressebericht aus dem Rathaus. Nun ist der Leitfaden erschienen und gibt Hinweise zur Überwachung, Bekämpfung und Beseitigung der Raupen mit den Brennhaaren.

Der Praxisleitfaden richtet sich an die Städte und Gemeinden in NRW, ist aber auch für Bürger interessant. Auf der städtischen Internetseite lässt sich das Handbuch herunterladen, in dem unter anderem die gesundheitlichen Risiken, das Handeln bei einem akuten Befall sowie Möglichkeiten der Beseitigung und Bekämpfung erläutert werden.

Gemeinsam gegen den Eichenprozessionsspinner

Initiativ haben sich die Städte und Gemeinden des Kreises Coesfeld an das Land NRW gewandt und um Hinweise gebeten, wie mit der Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners umzugehen sei und welche Mittel zur Bekämpfung eingesetzt werden sollten. Lüdinghausens Bürgermeistersprecher Richard Borgmann freut sich darüber, dass daraufhin der Leitfaden entstanden ist. Gleichwohl weist er darauf hin, wie wichtig auch weiterhin ein gemeinsamer Austausch über kommunale Grenzen hinweg und mit dem Umweltministerium bleibt: „Wir müssen das Problem gemeinsam angehen und Maßnahmenpakete zur Bekämpfung schaffen.“

In Lüdinghausen und Seppenrade sind bereits Fachfirmen damit beauftragt, die Nester zu entfernen. Die Stadt hat für den Bauhof ein Heißwassergerät angeschafft, mit dem die Beschäftigten die Bäume in einer Höhe von bis zu vier Metern selbst bearbeiten können. Beim Bekämpfen werden die Stellen priorisiert und es wird nach Dringlichkeit vorgegangen. Zuerst werden Bäume an Schulen, Kindergärten, Spiel- und Bolzplätzen bearbeitet, anschließend die an stark genutzten innerstädtischen Straßen, Wegen und Plätzen sowie an Friedhöfen. Es folgen die Straßenbäume in Wohngebieten. Solche in öffentlichen Grünanlagen und an Straßen beziehungsweise Wegen im Außenbereich bilden die letzte Priorität. Die Verantwortlichen der Stadt bitten um Verständnis für dieses Vorgehen und weisen darauf hin, dass Privatleute für ihre Bäume selbst zuständig sind. Der städtische Umweltbeauftragte Heinz-Helmut Steenweg rät, die Nester durch Fachfirmen entfernen zu lassen.

 

Wer Nester an städtischen Eichen entdeckt, kann sich unter  0 25 91/92 62 48 oder per E-Mail an steenweg@stadt-lueding hausen.de bei Steenweg melden.

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