14. Solarchallenge Münsterland läuft in Corona-bedingt abgespeckter Form
Elektroauto-Enthusiasten gehen auf Tour

Lüdinghausen -

Viel später und mit allerhand Auflagen startete diesmal die 14. Solarchallenge Münsterland. Dennoch hatten die Elektroauto-Enthusiasten wieder jede Menge Spaß.

Dienstag, 23.06.2020, 16:06 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 17:03 Uhr
Mit Masken und Abstand ging’s in Elektroautos durch die Natur: Die 14. Solarchallenge Münsterland lief wegen der Corona-Pandemie anders ab als sonst. Viel Spaß hatten die Teilnehmer dennoch.
Mit Masken und Abstand ging’s in Elektroautos durch die Natur: Die 14. Solarchallenge Münsterland lief wegen der Corona-Pandemie anders ab als sonst. Viel Spaß hatten die Teilnehmer dennoch. Foto: privat

Schon Ende März sollte in Lüdinghausen am Gymnasium Canisianum die 14. Solarchallenge Münsterland starten. Das EL-Team Münsterland hatte zusammen mit dem Sunny-Cani-Team, gefördert vom Autohaus Rüschkamp, eine Besichtigungstour zum Bioenergiepark der Klimakommune Saerbeck geplant. Doch wegen der Corona-Pandemie kam dann laut Pressebericht alles anders: Die Cani-Verantwortlichen mussten die Pforten der Schule dicht machen, alle Führungen wurden abgesagt.

Nach den ersten Lockerungen und reiflichen Überlegungen wurde schließlich eine abgespeckte Ersatztour völlig anderer Art organisiert: Zehn Teilnehmer durften – mit Mund-Nase-Masken an Bord – mitmachen. Abstand und Hygienevorschriften mussten strikt eingehalten werden.

Basislager in Altenberge

Basislager war das Gartencafé der „Grünwerkstätten“ in Altenberge, „wo die Elektroauto-Enthusiasten sehr herzlich aufgenommen wurden“, heißt es weiter. An einer Drehstromsteckdose und einer Ladestation konnten die Fahrzeuge geladen werden. Wegen der größeren Reichweiten moderner Elektroautos bis zu 500 Kilometern war die gut 100 Kilometer lange Tour durch die Baumberge völlig unproblematisch, schreiben die Organisatoren in ihrem Text. Da Führungen noch nicht wieder stattfinden durften, wurde das Programm entsprechend angepasst: Nach dem ausgiebigen Frühstück ging’s zunächst zum alten Vertikal-Windrad bei Dülmen-Rorup mit Darrieus-Rotor. Von einer Aussichtsplattform in der Nähe hatten die Teilnehmer einen schönen Blick vom Baumberg in Richtung Dülmen, wo sich zahlreiche moderne Windräder drehen. Besondere Attraktion war danach ein Spaziergang durch den Rhododendron-Wald in Dülmen-Welte.

Anschließend stand Gut Holtmann in Billerbeck auf dem Plan, wo sich die Gruppe vom „Gratza’s Bistro“-Team mit Leckereien verwöhnen ließ. Der Chef wiederum fotografierte seine Gäste vor ihren Elektroautos.

Besuch der Kolvenburg

Nächstes Ziel war die Kolvenburg in Billerbeck mit anschließendem Stadtbummel durch die Altstadt mit dem zweitürmigen Dom. „Bei dem traumhaften Sommerwetter war die örtliche Eisdiele begehrter Anlaufpunkt“, heißt es weiter. Und: „Natürlich suchten die Elektroautofahrer auch die Ladesäule am Rathaus auf und lamentierten mal wieder über das leidige Laden von Elektroautos in Deutschland.“

Da das traditionelle Grillen im Anschluss an die Münsterland-Rundfahrt ebenfalls noch nicht wieder erlaubt war, trafen sich die Teilnehmer zum Abendessen im „Café Arte“ des Baumberger Sandsteinmuseums. Bis tief in die Nacht wurde dann im Garten in Altenberge weiter diskutiert über die Lage der Welt in der Zeit der Corona-Pandemie und über die Probleme, die Elektroautofahrer und Nutzer von regenerativen Energien heute immer noch haben.

Nach einem improvisierten Sonntagsfrühstück mit allerlei mitgebrachten Köstlichkeiten löste sich die kleine Gesellschaft wieder auf. Und nun hoffen alle auf ein „normales“ Treffen am Cani in 2021.

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