Verband erweitert seinen Standort an der Bahnhofstraße
Caritas-Campus kommt

Lüdinghausen -

Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld möchte seinen Standort an der Bahnhofstraße 24 erweitern – und hat nun grünes Licht vom Haupt- und Finanzausschuss dafür bekommen.

Dienstag, 30.06.2020, 10:26 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 10:30 Uhr
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Auf dem Foto: Land NRW/Stadt Lüdinghausen

Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld möchte seinen Standort an der Bahnhofstraße 24 in Lüdinghausen erweitern. Bei einer Enthaltung und einer Gegenstimme von den zwei Vertretern der Grünen hat der Haupt- und Finanzausschuss während seiner jüngsten Sitzung dem Vorhaben zugestimmt und der erforderlichen Änderung des „Ludgeri-Kirche“-Bebauungsplans zugestimmt. Gleichzeitig beauftragte das Gremium das Team der städtischen Verwaltung, „die öffentliche Auslegung . . . sowie die Beteiligung der Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange . . . durchzuführen“, wie es in der Sitzungsvorlage heißt.

Freier Blick auf die Ludgerikirche

Zuvor haben Vertreter des Caritasverbandes die Pläne für das Areal erläutert. Demnach soll dort ein Caritas-Campus entstehen. Während sich auf dem östlichen Teil der Fläche bereits das Caritas-Haus befindet, ist angedacht, westlich davon ein L-förmiges Gebäude errichten zu lassen. Darin sollen ein Wohnangebot für Menschen mit Behinderung, eine Tagespflegeeinrichtung sowie weitere Beratungs- und Büroräume untergebracht sein. Der Baukörper, so die Überlegungen, umfasst zwei Vollgeschosse. Da das städtebauliche Konzept eine räumliche Trennung des alten und neuen Gebäudes vorsieht, entsteht eine Hofsituation, die den Blick auf die Ludgerikirche freigibt. Auf der Freifläche ist Platz für Autos von Besuchern und Mitarbeitern. Außerdem soll es einen Fahrradschuppen geben.

Sowohl Gregor Schäfer (FDP), Bernhard Möllmann (CDU) und Markus Kehl (UWG) als auch Niko Gernitz und Michael Spiekermann-Blankertz (beide SPD) begrüßten das Vorhaben ausdrücklich. Insbesondere weil eine weitere Tagespflege dringend benötigt werde, wie sie alle betonten.

Verkehrssituation rückt in den Fokus

Willi Kortmann von den Grünen wiederum merkte an, dass es sich bei dem Grundstück um einen „sensiblen Bereich“ handele: „Viele Lüdinghauser haben das Areal in ihr Herz geschlossen.“ Deshalb stellte er den Antrag, das Thema zunächst im Fach- und damit im Planungsausschuss ausführlich zu beraten. Dafür sprach sich zunächst auch Spiekermann-Blankertz aus. Bürgermeister Richard Borgmann, zugleich Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, erläuterte daraufhin, dass sich Politik und Verwaltung glücklich schätzen könnten, dass der Caritasverband in Lüdinghausen ein solches Projekt realisieren wolle: „Es macht Sinn, jetzt voranzugehen, denn der Bedarf ist da“, sagte der Rathaus-Chef und berichtete von „tagtäglichen Anrufen“, in denen nach Tagespflegeplätzen gefragt werde. Bei der Abstimmung unterstützten dann auch lediglich die beiden Grünen Kortmanns Antrag.

Gleich mehrfach kam der Einwand, dass man die Verkehrssituation an dem Areal im Auge behalten müsse. Borgmann versicherte, dass dieser Aspekt bei den weiteren Planungen berücksichtigt werde.

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