Arbeiten gehen im August weiter
Treppen für Fische

Lüdinghausen -

Wer sich wundert, warum kein Wasser an den Staustufen der Fischtreppen am Steverwall zu sehen ist: Es sind noch einige Restarbeiten zu erledigen, die allerdings teilweise erst Anfang August starten können.

Dienstag, 30.06.2020, 12:00 Uhr aktualisiert: 06.07.2020, 14:36 Uhr
Noch fehlen die Absturzsicherungen und Schutzeinrichtungen
Noch fehlen die Absturzsicherungen und Schutzeinrichtungen Foto: Stadt Lüdinghausen

Viele Bürger fragen sich derzeit, warum noch kein Wasser an den Staustufen der Fischtreppen am Steverwall zu sehen ist, heißt es in einem Pressebericht der Stadt. Der Grund ist ganz einfach: Bisher sind die Fischtreppen nicht in Betrieb.

An den Bauwerken am Steverwall und an der Sporthalle Hinterm Hagen fehlen noch die Absturzsicherungen und Schutzeinrichtungen. Damit Fische den Höhenunterschied zwischen der Mühlenstever am Steverwall und der Vischeringstever an der Sporthalle leichter überwinden können, wurden die abgestuften Becken entlang des Steverwalls angelegt. Mit Fertigstellung der gesamten Wasserführung wird ein Teil des Wassers der Mühlenstever in den Aufstiegskanal umgeleitet.

Es ist noch einiges zu tun

Bevor das passieren kann, muss zuerst die Durchgängigkeit des Gewässers in der „StadtLandschaft“ geschaffen werden, informieren die Verantwortlichen in dem Bericht. So ist zum Beispiel in der Nähe der Schafsweide noch ein kurzes Grabenteilstück zu öffnen. Außerdem müssen die vielen kleinen Staustufen in der „StadtLandschaft“ höhenmäßig richtig eingestellt werden. Der Wasserstand wird dabei hinter den Stufen nach und nach angehoben, sodass die Fische auf ihrem Weg von der Vischeringstever durch die „StadtLandschaft“ in die Mühlenstever immer wenige Zentimeter weiter nach oben gelangen. Zusätzlich muss eine Teilstrecke entlang eines Schilfgürtels vertieft und entschlammt werden. Diese Arbeiten können jedoch erst in der ersten Augustwoche ausgeführt werden.

Fischen wird der Weg gewiesen

Anschließend kann das Gerinne mit Steverwasser geflutet werden. Die abfließende Wassermenge muss so dosiert werden, dass die Gräften der Burg Lüdinghausen, der Glockenkolg und das Aufstiegsgewässer mit ausreichend Wasser versorgt werden. Im Gerinne der „StadtLandschaft“ wird eine stetige sauerstoffreiche Strömung vorherrschen. Letztere erkenne die Fischen und folgen dieser dann gegen die Fließrichtung.

Durch das Umgehungsgerinne sollen die von Olfen kommenden stromaufwärts schwimmenden Fische die großen Stauwehre in der Ostenstever umgehen können und über die Vischeringstever durch die „StadtLandschaft“ bis zum Steverwall und letztendlich in die Mühlenstever in Richtung Senden geleitet werden, heißt es abschließend.

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