Kämmerer vergleicht die Corona-bedingte Haushaltsentwicklung mit schlechtem Film
Kein Happy End in Sicht

Lüdinghausen -

Unter dem städtischen Haushalt 2020 wird ein dickes Minus stehen. Das verkündete Kämmerer Armin Heitkamp bereits im Mai. Während der jüngsten Haupt- und Finanzausschusssitzung konnte er nun aber auch gute Neuigkeiten berichten.

Samstag, 04.07.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 14:06 Uhr

Dass unter dem städtischen Haushalt 2020 ein dickes Minus stehen wird, daraus hat Kämmerer Armin Heitkamp bereits im Mai keinen Hehl gemacht. Schuld ist – natürlich – die Corona-Krise.

Während der Haupt- und Finanzausschusssitzung berichtete er jetzt, dass sich inzwischen viel getan habe. Um die guten Neuigkeiten vorwegzunehmen: „Wir bekommen Hilfe“, verkündete Heitkamp. „Bund und Land haben die Not der Kommunen erkannt.“ Noch könne er nicht beziffern, welche Auswirkungen die finanziellen Unterstützungen auf das zusehends wachsende Haushaltsloch haben werden, betonte der Zahlenjongleur. Dennoch sei das ein Schritt in die richtige Richtung. Zumal: „Aktuell läuft ein schlechter Film – und ein Happy End wird es definitiv nicht geben“, versuchte er die aktuellen Entwicklungen im Etatplan zu beschreiben. Deshalb setze er – noch mehr als sonst – auf eine „vorsichtige Haushaltsführung“. Nicht nur in den nächsten Monaten, sondern auch in den kommenden Jahren, weil die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie nicht mit dem 31. Dezember 2020 enden werden.

Wir bekommen Hilfe. Bund und Land haben die Not der Kommunen erkannt.

Kämmerer Armin Heitkamp

Wegbrechende Gewerbesteuern in Höhe von 2,3 Millionen Euro, ein Minus von 1,33 Millionen Euro bei der Einkommenssteuer und 0,22 Millionen Euro weniger bei der Umsatzsteuer: Während Heitkamp die Kommunalpolitiker auf den aktuellen Stand brachte, betonte er mehrfach, dass es sich hierbei lediglich um eine Momentaufnahme handele. Er versprach jedoch, während der ersten Haupt- und Finanzausschusssitzung nach den Sommerferien wie gewohnt den Budgetbericht vorzulegen, der diesmal gleichzeitig auch die finanziellen Auswirkungen der Corona-Krise darstellen soll. Bis dahin könnte, so Heitkamps Hoffnung, auch mehr Klarheit über die Summen herrschen, die von Bund und Land in die Kommunen fließen werden.

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