St.-Marien-Hospital
Mitarbeiterin an Coronavirus erkrankt

Lüdinghausen -

Eine in der Pflege tätige Mitarbeiterin des St.-Marien-Hospitals ist mit dem Coronavirus infiziert. Nach umfangreichen Tests steht jetzt fest, dass bislang keine weiteren Kollegen oder gar Patienten betroffen sind, teilt das Krankenhaus mit.

Freitag, 10.07.2020, 19:30 Uhr aktualisiert: 12.07.2020, 14:16 Uhr
Eine Mitarbeiterin des St.-Marien-Hospitals ist mit dem Coronavirus infiziert. Kollegen oder gar Patienten der Klinik sind nicht betroffen, betont der Ärztliche Direktor Dr. Jörg Siebert (kl. Foto).
Eine Mitarbeiterin des St.-Marien-Hospitals ist mit dem Coronavirus infiziert. Kollegen oder gar Patienten der Klinik sind nicht betroffen, betont der Ärztliche Direktor Dr. Jörg Siebert (kl. Foto). Foto: Krankenhaus/ae

Nachdem sich eine pflegerische Mitarbeiterin im St.-Marien-Hospital mit dem Coronarvirus SARS-CoV-2 infiziert hat, wurden in den vergangenen Tagen im Krankenhaus umfangreiche Testungen von Mitarbeitern sowie von Patientinnen und Patienten einer Station vorgenommen, teilt das Krankenhaus mit. „Diese vergleichsweise aufwendige Maßnahme war wichtig, um die vollständige Sicherheit unserer Patientinnen und Patienten im Hinblick auf eine mögliche Übertragung des Coronavirus zu gewährleisten“, wird der Ärztliche Direktor, Dr. Jörg Siebert , in dem Pressetext zitiert.

Erfreulicherweise zeigten die bisher vorliegenden Ergebnisse, dass weder ein Mitarbeiter noch ein Patienten aktuell infiziert sind, heißt es weiter. Die sofort eingeleiteten Isolierungsmaßnahmen in einem Teilbereich der Klinik könnten deshalb aufgrund der Testergebnisse voraussichtlich in den nächsten Tagen aufgelöst werden. Weitere Nachtestungen bei den Patienten sowie bei den Mitarbeitern würden dennoch weiterhin in den nächsten Tagen erfolgen. Mit dieser Vorgehensweise folge das St. Marien-Hospital den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI).

„Mit dem Ausbruch der Pandemie haben wir mündlich und schriftlich alle Empfehlungen zur Umsetzung der hygienischen Schutzmaßnahmen umgesetzt“, so Siebert weiter. Dafür nennt er beispielhaft das Belegungsmanagement in Lüdinghausen: „Um unseren Patientinnen und Patienten größtmögliche Sicherheit vor einer Ansteckung zu geben, haben wir das Krankenhaus bisher in drei Unterbringungsbereiche aufgeteilt. In einem Bereich befinden sich positiv auf COVID Getestete, in einem zweiten die Patientinnen und Patienten, die akut, etwa aufgrund einer Blinddarmentzündung, stationär aufgenommen werden müssen. Jeder dieser Patienten wird direkt mit seiner Aufnahme auf COVID getestet.“ Bis das Testergebnis vorliege, werde er auf der Aufnahmestation untergebracht. Erst wenn es Gewissheit gebe, dass der Patient nicht an Covid erkrankt sei, werde er auf eine der sogenannten Normalstationen verlegt. Siebert hebt damit das streng organisierte und bisher gut funktionierende Ausbruchsmanagement im St.-Marien-Hospital ausdrücklich hervor, heißt es im Pressebericht. Das mache es nunmehr möglich, dass aufgrund des aktuellen Geschehens nur ein Stationsbereich von insgesamt zehn Stationen habe gesperrt werden müssen.

Seit Beginn der Pandemie seien zudem die Mitarbeiter in der Klinik aufgefordert, sich selbst strengstens zu beobachten und bei Symptomen wie Fiebergefühl, Rachenentzündung, Husten und/oder Geschmacksverlust diese noch vor einem anstehenden Dienstbeginn abklären zu lassen. Diese Empfehlung habe nun dazu geführt, dass die Infektion der Mitarbeiterin früh erkannt worden sei und die Verantwortlichen im Krankenhaus unmittelbar hätten handeln können.

 

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