Aktion der Seppenrader Landfrauen
Mit Masken Gutes getan

Seppenrade -

Sie ließen ihre Nähmaschinen zuletzt im Akkord rattern: Die Seppenrader Landfrauen fertigten jede Menge Mund-Nasen-Masken an, um sie anschließend zu spenden. Andere selbst gemachte Schutzutensilien verkauften sie gegen einen Obolus nach Wahl für den guten Zweck. Nun zogen die Verantwortlichen Bilanz.

Dienstag, 04.08.2020, 15:27 Uhr aktualisiert: 04.08.2020, 15:30 Uhr
Ließen ihre Nähmaschinen im Akkord rattern, um jede Menge Nasen-Mund-Masken anzufertigen: Die Landfrauen um Andrea Krückendorf (vorne, 3. v. l.)
Ließen ihre Nähmaschinen im Akkord rattern, um jede Menge Nasen-Mund-Masken anzufertigen: Die Landfrauen um Andrea Krückendorf (vorne, 3. v. l.) Foto: Landfrauen Seppenrade

Als das Robert-Koch-Institut im März erstmals mehr als 50.000 Covid-19-Fälle bekanntgab und den Mund-Nasen-Schutz als wirksames Mittel gegen die Verbreitung des Coronavirus bestätigte, wurden in Seppenrade die Landfrauen aktiv, heißt es in einem Pressebericht: „Da es in der Landwirtschaft für sie noch nicht viel zu tun gab, wurden in Heimarbeit Mund-Nasen-Masken genäht.“ Zunehmend mehr Frauen machten mit.

Schnell waren die ersten 600 Exemplare hergestellt sowie anschließend verteilt oder im Blumenladen „Blütenwerk“ gegen eine freiwillige Spende verkauft worden. Über 3000 weitere Masken brachten die Landfrauen zur Kinderklinik in Datteln, zu Andrea Voß für die Aktion „Heldencamper“, zur Tafel in Lüdinghausen, zur Kinderklinik Vechta, zum ambulanten Pflegedienst der BHD-Sozialstation, zu den Volksbankfilialen in Seppenrade und Lüdinghausen, zur „RaiLog“, zum Raiffeisenmarkt oder zu Erntehelfern.

Wir sind stolz auf diese Summe.

Andrea Krückendorf

„Wir haben danach aufgehört zu zählen, wie viele Masken gespendet oder gegen eine kleine Spende abgegeben wurden“, sagte Andrea Krückendorf, Sprecherin des Vorstandsteams der Landfrauen, jetzt während eines Treffens. Was sie jedoch genau beziffern kann: Am Ende seien 11 036 Euro verbucht worden. „Wir sind stolz auf diese Summe. Die Aktion ist mit dem heutigen Tag beendet. Die Gruppe der fleißigen Helferinnen, die sich zum Teil nicht kannten, da sie – jede für sich – im Homeoffice arbeiteten, bleibt aber zusammen“, betonte Krückendorf im Hinblick auf eine zweite Coronawelle.

Als Dankeschön hatten die Verantwortlichen der „RaiLog“ und der Volksbank Südmünsterland-Mitte die Frauen zu einem Abendessen in die Gaststätte Wember eingeladen. Dabei erzählte Krückendorf, wohin die Spendensumme unter anderem geflossen ist: An das Dattelner Kinderhospiz wurden 2200 Euro überwiesen, an die Aktion „Lichtblicke“ 4000 Euro, ans Anna-Katharina-Hospiz in Dülmen 2000 Euro, an die Dorfmusikanten 300 Euro, an den SV Fortuna Seppenrade 400 Euro, an die Tetekumer Funken 400 Euro, an die Ambossfunken 300 Euro und an bedürftige Familien im Rosendorf 421 Euro.

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