Indienhilfe St. Felizitas sammelt weiter Geld für Kinder aus den Slums
Vom stillen Tod armer Menschen

Lüdinghausen -

Von der schwierigen Situation während der Corona-Pandemie berichtet die Indienhilfe St. Felizitas Lüdinghausen. Sie sammelt weiter Spenden, um indische Kinder aus den Slums zu unterstützen. Am Samstag ist sie auch mit einem Stand auf dem Bauernmarkt vertreten.

Freitag, 04.09.2020, 13:00 Uhr
Ein besonderes Zeichen des Danks für die Spenden aus Lüdinghausen und Seppenrade überbrachten die belgischen Schwestern Jeanne und Christy in Form von Bildern, die Kinder in Indien gemalt haben.
Ein besonderes Zeichen des Danks für die Spenden aus Lüdinghausen und Seppenrade überbrachten die belgischen Schwestern Jeanne und Christy in Form von Bildern, die Kinder in Indien gemalt haben. Foto: privat

Mit selbst gebackenen Plätzchen, Marmelade und handgestrickten Strümpfen ist die Indienhilfe St. Felizitas am Samstag (5. September) von 9 bis 15 Uhr auf dem Marktplatz anzutreffen. In einem aktuellen Bericht schreiben ihre Aktiven von der schwierigen Situation auf dem Subkontinent während der Corona-Pandemie. Darin heißt es:

„Covid 19 gehört in unserem Land leider schon zum Alltag. An das Tragen von Nasen-Mund-Masken haben wir uns gewöhnt. Auch die medizinische Versorgung, einschließlich einer intensivmedizinischen Versorgung in den Krankenhäusern, ist in Deutschland auf dem höchsten Stand.

Klassengesellschaft

In Indien sieht die Lage schlimm aus: Infektionszahlen steigen, viele Menschen sterben, vor allem aus den Slums. Menschen, die wenige oder keine Rechte haben. Auch nicht das Recht auf eine Grundversorgung wie hier in Deutschland. Viele Menschen in Indien verhungern oder haben keine medizinische Versorgung. Was Klassengesellschaft heißt, spüren die Menschen und vor allem die Kinder derzeit dramatisch. Die Menschen in den Slums kämpfen mit der Unterstützung von Schwester Jeanne, Schwester Christy und vielen anderen Mitarbeitern des NDWM (National Domestic Workers‘ Movement) nach wie vor um das Überleben. So ist Schwester Christy unermüdlich im Einsatz, Menschen in den Slums aufzuspüren, zu versorgen und so vor dem Hungertod zu bewahren. Die Menschen in Indien sterben still, so ein Satz der beiden belgischen Ordensschwestern. Sie klagen nicht, auch wenn das Leid am größten ist – sie sterben einfach.

Kinderschutzhäuser

Die Slumbewohner käm­pfen nach wie vor um das Überleben. Kinder bleiben oft alleine zurück und werden so weit es geht in Kinderschutzhäusern untergebracht. Hier werden Kinder aufgefangen und therapeutisch begleitet. Insbesondere wird den Kindern das hygienische Verhalten mit Covid 19 vermittelt. Jedoch fehlt gerade jetzt das Geld für die Unterhaltung dieser Häuser.

Nur starke Kinder mit Schulbildung sind in Indien die Zukunft für ein Leben außerhalb von Slums. Dafür müssen wir uns weltweit einsetzen! Da ist noch ein Satz von Schwester Jeanne, aus dem Jahresbericht 2019: ‚Es braucht noch 500 Jahre Einsatz und Hilfe in Indien, bis das Arbeits-, Kinder- und Menschenrecht manifestiert ist.‘ Dieser Satz gewinnt gerade in dieser Zeit eine noch größere Bedeutung.“

Spendenaufruf

Die Indienhilfe St. Felizitas möchte in einem weiteren Spendenaufruf Geld für die indischen Kinder aus den Slums sammeln, damit die Unterhaltungskosten der Kinderschutzhäuser rund um Mumbai durch das NDWM und die Kinderrechtsbewegung CRM sichergestellt werden können.

Spendenkonto: Indienhilfe, Ilse Evertz, Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE40 4015 4530 0035  6488 72. Es können Spendenbescheinigungen erstellt werden. Kontakt: Ilse Evertz ( 0 25 91/66 77).

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