Im Wahlamt laufen die Drähte heiß
Viele Bürger setzen auf Briefwahl

Lüdinghausen -

Die Briefwahl steht bei den Lüdinghausern und Seppenradern hoch im Kurs: Das Wahlamt-Team hat bereits mehr als 5600 Unterlagen dafür versendet.

Montag, 07.09.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 08.09.2020, 13:58 Uhr
Wahlleiter Matthias Kortendieck (l.) und der Leiter des Bürgerbüros, Michael Drees
Wahlleiter Matthias Kortendieck (l.) und der Leiter des Bürgerbüros, Michael Drees Foto: Stadt Lüdinghausen

Im Wahlamt des Lüdinghauser Rathauses laufen die Drähte heiß: Viele Bürger ordern Briefwahlunterlagen. Der Anteil der Steverstädter und Seppenrader, die per Post voten, dürfte bei dieser Kommunalwahl überproportional hoch sein, heißt es in einem Pressebericht der Stadt. Das Wahlamt-Team hatte demnach bis Freitag (4. September) bereits 5600 Briefwahlunterlagen versendet.

„Wahlberechtigt bei Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen sind Deutsche sowie Staatsangehörige der übrigen 27 EU-Mitgliedstaaten, die am Wahltag das 16. Lebensjahr vollendet haben, mindestens seit dem 16. Tag vor der Wahl in Lüdinghausen wohnen oder sich sonst gewöhnlich aufhalten und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind“, heißt es weiter. Dabei sei es ganz egal, wo sich der Wähler zurzeit aufhält. „Wir haben bereits Briefwahlunterlagen nach Österreich, Finnland und in den Vatikan verschickt“, wird Wahlleiter Matthias Kortendieck in dem Bericht zitiert.

Insgesamt dürfen rund 20 500 Bürger aus Lüdinghausen und Seppenrade wählen. Der Anteil der Briefwähler liegt bereits jetzt bei rund 27 Prozent. Bis Freitag (11. September) um 8 Uhr können weiterhin über einen Link auf der städtischen Internetseite Briefwahlunterlagen angefordert werden.

Das Wahlrecht ist ein hohes demokratisches Gut, das nicht alle Menschen auf der Welt haben.

Matthias Kortendieck

„Auch das Angebot, im Rathaus direkt zu wählen, wird gut angenommen“, teilen die Verantwortlichen der Stadt mit. Kortendieck geht davon aus, dass das Interesse an der Briefwahl in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie noch größer ist. Er weist darauf hin, dass für den Wahlsonntag am 13. September ein Hygienekonzept erstellt wurde, das auf der Webseite der Stadt einsehbar ist. Kortendieck em-p­fiehlt allen Wählern, aus hygienischen Gründen einen eigenen Stift mitzubringen.

Falls Bürger bei der Ergebnisermittlung dabei sein wollen, sind diesmal einige Besonderheiten zu beachten: Ab 13 Uhr werden in den Briefwahllokalen lediglich die roten Umschläge geöffnet, um die Zulassung der Stimmen zu prüfen. Danach verteilen die Briefwahlhelfer die verschlossenen blauen Stimmzettelumschläge in die zugehörigen Urnenwahllokale im Stadtgebiet und helfen vor Ort beim Auszählen. Je Stimmbezirk wird es nur ein einheitliches Wahlergebnis geben.

Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 59,3 Prozent. Ob diese Zahl 2020 getoppt wird, lässt sich laut Pressebericht noch nicht abschätzen. „Das Wahlrecht ist ein hohes demokratisches Gut, das nicht alle Menschen auf der Welt haben“, betont Kortendieck. „Nutzen Sie es, denn jede Stimme zählt und kann somit zur Gestaltung unserer Stadt beitragen.“

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