Verleihung des Bernhard-Hürfeld-Literaturpreises am Canisianum
„Abenddämon“ überzeugt Jury

Lüdinghausen. -

Am Canisianum wurden jetzt die Preise des Bernhard-Hürfeld-Literaturpreises verliehen. Der Wettbewerb erinnert an die Befreiung des Schulgründers aus dem KZ Dachau.

Freitag, 25.09.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 25.09.2020, 13:30 Uhr
Die Preisträger: (vorne v.l.) Marla Hendan und Julia Biehle (beide zweiter Platz in der Kategorie Oberstufe), (hinten v.l.) Mattis Henke dritter Platz in der Kategorie Oberstufe), Marina Röhrich sowie Simon Stäcker (erster Platz in der Kategorie Oberstufe).
Die Preisträger: (vorne v.l.) Marla Hendan und Julia Biehle (beide zweiter Platz in der Kategorie Oberstufe), (hinten v.l.) Mattis Henke dritter Platz in der Kategorie Oberstufe), Marina Röhrich sowie Simon Stäcker (erster Platz in der Kategorie Oberstufe). Foto: Gymnasium Canisianum

Gespannte Gesichter, glänzende Augen, Jubelschreie und Lampenfieber: Das alles kommt zusammen, wenn am Canisianum der Bernhard-Hürfeld-Literaturpreis verliehen wird. Zum neunten Mal schon richtete die Deutsch-Fachschaft des Gymnasiums diesen Wettbewerb aus, an dem in diesem Jahr 20 Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 bis Q 2 teilnahmen, teilt die Schule mit. Die Jugendlichen waren aufgefordert, selbst geschriebene, spannende und gefühlvolle Texte einzureichen, die von einer dreiköpfigen Jury bewertet wurden. „Die tat sich mit der Auswahl der Siegertexte wieder einmal schwer – und die Entscheidung fiel nicht immer einstimmig aus“, heißt es in dem Pressetext.

Zur Preisverleihung, die an die Befreiung des Cani-Schulgründers aus dem KZ Dachau erinnern soll, wurden alle Teilnehmer in ihren Klassen und Kursen besucht, um dort von der Jury geehrt zu werden. Mit klopfenden Herzen nahmen die Sieger ihre Trophäen, Urkunden und Buchgutscheine in Empfang.

Den ersten Preis in der Kategorie Erprobungsstufe räumte in diesem Jahr Lilli Griesche mit einer Geschichte ihrer „Baumhausbande“ ab, während Luise von Hinüber sich mit einer geheimnisvollen Zugfahrt den zweiten Platz sicherte. Den dritten Rang teilten sich die Vorjahressiegerin Lea Fabeck mit einer mystisch anmutenden Erzählung zum Thema Freundschaft und Finnja Steinzen mit einer anrührenden Geschichte eines kleinen Fohlens.

In der Kategorie Mittelstufe verblüffte Ronja Biehle die Jury mit einer sehr erwachsenen Reflexion, die den vielsagenden Titel „Wir lügen ja nicht erst seit gestern“ trägt. Hanna Rieskamps Erzählung „Der Sternenhimmel“ sicherte ihr den zweiten Platz zu und überzeugte mit einer sehr gefühlvollen Erzählweise. Jan Malte Steinzen, der den dritten Rang belegte, zeigte mit seiner Erzählung „Eine ganz besondere Freundschaft“, dass auch Jungen eine Chance bei diesem Wettbewerb haben.

Mit einem ausgesprochen packenden expressionistischen Gedicht schaffte es Simon Stäcker, in der Kategorie Oberstufe einen klaren ersten Platz zu belegen. Der Titel „Abenddämon“ war gut gewählt. Auf dem zweiten Platz landete Julia Biehle, die in ihrem ermutigenden Poetry-Slam-Text „Lies das Gedicht“ aufzeigt, wie man auch schwierige Lebensphasen überwindet. Den zweiten Platz teilte sie sich mit Marla Hendan, die in ihrer Kurzgeschichte „Vom Wunsch, einfach zu verschwinden“ die Sehnsucht nach einem Neuanfang verbildlicht.

Mattis Henke gelang schließlich mit dem dritten Platz ein Überraschungs-Coup: Als Newcomer beim Wettbewerb schaffte er es gleich bei der ersten Teilnahme, in der hart umkämpften Oberstufen-Wertung den dritten Platz mit seinem sehr gelungenen Gedicht „Neustart“ zu erzielen, heißt es abschließend.

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