„Come-in Corner“ von Caritas und Stadt
Einfach mal rein kommen und Ideen mitbringen

Lüdinghausen -

Ihr Arbeitsplatz befindet sich zwar in der ersten Etage der Sekundarschule. Doch die beiden Projektentwicklerinnen vom nagelneuen „Come-in Corner“ möchten mit ihren Angeboten alle Lüdinghauser ansprechen.

Montag, 28.09.2020, 11:38 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 16:03 Uhr
Da geht‘s lang: Theresa Holewa (l.) und ihre Kollegin Rebekka Handrup geben – nicht ganz ernst gemeint – schon mal die Richtung vor für alle Besucher der neuen Begegnungsstätte. Die befindet sich zwar in der Sekundarschule, richtet sich aber nichtsdestotrotz an alle Lüdinghauser.
Da geht‘s lang: Theresa Holewa (l.) und ihre Kollegin Rebekka Handrup geben – nicht ganz ernst gemeint – schon mal die Richtung vor für alle Besucher der neuen Begegnungsstätte. Die befindet sich zwar in der Sekundarschule, richtet sich aber nichtsdestotrotz an alle Lüdinghauser. Foto: ben

Nur wer ganz genau hinschaut, kann die bunten Klebefolien an einem der Fenster in der ersten Etage des neuen Sekundarschulgebäudes von der Tüllingerhofer Straße aus entdecken. Wirklich sichtbar ist das „Come-in Corner“ damit allerdings noch nicht. Weder im Stadtbild, noch in den Köpfen der Lüdinghauser, für die die gerade erst an den Start gegangene „sozialintegrative Begegnungsstätte“ von Stadt und Caritas ja gedacht ist (die WN berichteten). Dass sich dieser Umstand schon möglichst bald ändert, daran arbeiten gerade Theresa Holewa und Rebekka Handrup mit Hochdruck.

„Wir knüpfen Kontakte zu den verschiedensten Stellen und Einrichtungen in Lüdinghausen, vom Exil über die Familienbildungsstätte bis hin zum Seniorenbeirat“, zählt Holewa nur einige auf. Und allein an dieser kurzen Liste wird schon klar: Der neue Treffpunkt will Anlaufstelle für ganz verschiedene Ziel- und Altersgruppen sein. Das Wichtigeste ist den beiden Frauen, dass ihre Angebote möglichst niederschwellig daher kommen. So wie beim „Offenen Kreativ-Café“ jeden Mittwoch von 15 bis 17 Uhr, bei dem gemeinsam gemalt, gebastelet und künstlerisch gearbeitet werden kann. „Zurzeit können wir das noch ohne Anmeldung anbieten, da der Ansturm noch nicht so groß ist“, erklärt Handrup.

„Wir möchten herausfinden, an welchen Stellen und für welche Gruppen in Lüdinghausen noch zusätzliche Angebote erwünscht oder auch sinnvoll sein könnten.

Theresa Holewa

Ende Oktober soll dann mit dem einmal monatlich stattfindenden „Themen-Café“ das nächste Angebot an den Start gehen. „Dabei nutzen wir die gebündelte Fachkompetenz der Caritas Coesfeld und laden deren Berater zu den unterschiedlichsten Themen zu uns ein, um hier mit interessierten Bürgern oder auch Betroffenen in lockerer Atmosphäre ins Gespräch zu kommen“, erläutert Holewa das Konzept. Dabei gehe es weder um eine Vortragsreihe noch um Beratungsgespräche im klassischen Sinne. Den Anfang wird beispielsweise das Thema Demenz machen, aber auch Internetsucht oder die Pflege stehen bereits auf dem Programm. Wobei, wenn es richtig gut läuft, „bestimmen in Zukunft unsere Besucher das Programm selbst mit ihren Wünschen und Anregungen“, so Handrup. Genau die sind übrigens bei einer „Ideenwerkstatt“ an zwei Tagen Anfang November gefragt, die gemeinsam von Caritas und Stadt veranstaltet werden soll. „Wir möchten herausfinden, an welchen Stellen und für welche Gruppen in Lüdinghausen noch zusätzliche Angebote erwünscht oder auch sinnvoll sein könnten und dann – auch mit anderen Kooperationspartnern – an die Umsetzung gehen“, skizziert Holewa den Fahrplan.

Wie das praktisch aussehen kann, zeigt übrigens die Nachhilfe-Plattform, über die das „Come-in Corner“ ab sofort Schüler mit Förderbedarf mit passenden Nachhilfelehrern zusammenbringen will. „Pensionierte Lehrer, Studenten, Oberstufenschüler oder andere Quereinsteiger können sich bei uns melden. Über die Schulsozialarbeiter schaffen wir dann den Kontakt zu den Schülern, die aus unterschiedlichen Gründen Unterstützung beim Lernen brauchen.“

Zum Schluss erinnern beide noch mal daran, dass die neue Begegnungsstätte allen Bürgern der Stadt offen steht. Dass unten am Eingang „Sekundar­schule“ steht, darf also getrost übersehen werden.

Kontakt und weitere Informationen gibt es per E-Mail an come@ caritas-coesfeld.de oder telefonisch unter  0175/2266178 (Holewa) oder 0151/18921831 (Handrup). Geöffnet ist das „Come-in Corner“ jeweils Montag bis Freitag von 14 bis 18.30 Uhr, Tüllinghofer Straße 25, Sekundarschule, Raum C1.31.

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