Erste Kaminzimmerlesung: Oliver Uschmann entführt in die „Hartmut und ich“-Welt
Von Silberfischen und Maffay-Hits

Lüdinghausen -

In die „Hartmut und ich“-Welt hat Oliver Uschmann die Zuhörer seiner Kaminzimmerlesung entführt. Zwischendurch philosophierte der Autor über das neue „Normal“ in Corona-Zeiten, Silberfische in Junggesellen-WGs und Maffay-Songs.

Freitag, 02.10.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 16:04 Uhr
Mit Mundschutz und Desinfektionsspray hielt Oliver Uschmann seine Lesung.
Mit Mundschutz und Desinfektionsspray hielt Oliver Uschmann seine Lesung. Foto: Andreas Neuer

Während seiner ersten Lesung seit März hatte sich ob der Pause bei Oliver Uschmann scheinbar einiges aufgestaut. Er startete direkt furios und zeigte dem Publikum in der Kaminwelt Neuer auf, was das neue „Normal“ in Corona-Zeiten im Alltag bedeutet: Dinge, die vor kurzem noch undenkbar oder anstößig waren, seien nun normal – und das treibe ihn selber in den Wahnsinn, was dann aber wohl auch wieder dem neuen „Normal“ entspreche.

Als bekennender Hypochonder, der die Warnungen der Regierenden ernst nimmt, absolvierte er die gesamte Lesung mit wechselndem Mundschutz. Nach kurzer Zeit tauchten die zahlreichen Zuhörer komplett in die Welt von Uschmann mit Hartmut und seinen Freunden ein. In der Regel las der Bestsellerautor drei bis Sätze aus seinem Buch, um diese dann mit aktuellen Ereignissen, interessanten Anekdoten und anderen spontanen Erzählungen anzureichern, heißt es im Pressebericht über die erste Kaminzimmerlesung.

Junggesellen-WGs voller Silberfische

Dass Silberfische vor allem in Junggesellen-WGs vorkommen, wurde ebenso thematisiert, wie die Tatsache, dass die Musik von Peter Maffay gleichzeitig sehr rockig, aber dennoch irgendwie uncool sei. Den Besuchern ließ er jedenfalls kaum eine Atempause. Aufgrund des 15-jährigen Bestehens der Kultbuchreihe „Hartmut und ich“ sowie die gerade erfolgte Veröffentlichung des neuesten Bandes „Lost Levels“ erlebte das Publikum eine Reise durch die Zeit, die fesselte, amüsierte und zum Nachdenken anregte. Der kurzweilige Auftritt endete nach fast zwei Stunden mit lang anhaltendem Applaus. Im Nachgang signierte Uschmann mit dem Corona-bedingt nötigen Abstand noch zahlreiche Bücher.

„Das derzeit notwendige Hygienekonzept wurde von allen Besuchern sehr gut angenommen und umgesetzt – und so konnten alle nach einem schönen Abend mit einem sicheren Gefühl die Heimreise antreten“, ziehen die Veranstalter ihr Fazit.

Als nächste Veranstaltung in der Kaminwelt Neuer ist für den 7. November (Samstag) ein Kaminzimmerkonzert mit Nadine Fingerhut geplant. Als Vorband gibt die Lüdinghauser Band „Desperados“ nach über 20 Jahren, nun als „The new Desperados“, ihr Comeback.

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