Sekundarschule: Naturwissenschaftliche Räume und Sporthalle eingeweiht
„Dream Team“ ist am Start

Lüdinghausen -

Die naturwissenschaftlichen Räume sowie die neue Sporthalle der Sekundarschule sind jetzt ihrer Bestimmung übergeben worden. Insgesamt kostete die Maßnahme rund 6,2 Millionen Euro.

Montag, 05.10.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 15:04 Uhr
Bürgermeister Richard Borgmann (v.l.) überreicht dem Schulleiter der Sekundarschule, Mathias Pellmann, den symbolischen Schlüssel zu den fertiggestellten Räumlichkeiten. Die Planung des Traktes hatte das Team von Frank Lohse, Geschäftsführer beim Generalplanungsbüro Lindner Lohse Architekten, übernommen.
Bürgermeister Richard Borgmann (v.l.) überreicht dem Schulleiter der Sekundarschule, Mathias Pellmann, den symbolischen Schlüssel zu den fertiggestellten Räumlichkeiten. Die Planung des Traktes hatte das Team von Frank Lohse, Geschäftsführer beim Generalplanungsbüro Lindner Lohse Architekten, übernommen. Foto: Stadt Lüdinghausen

Zu einem freudigen Ereignis waren jetzt Schul- und Elternvertreter, Projektplaner, Mitglieder der Verwaltung und Politik sowie Abordnungen aus befreundeten Schulen in die Sekundarschule eingeladen. In einer Corona-bedingt kleingehaltenen Feierstunde wurde das Bauvorhaben „Neubau NaWi (naturwissenschaftliche) Räume mit Sporthalle“ an der Sekundarschule offiziell fertiggestellt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Der Bauantrag für das Vorhaben wurde bereits am 12. Juli 2017 gestellt, die Baugenehmigung gut ein halbes Jahr später im Februar 2018 erteilt, sodass der Bau dann auch starten konnte. Die Gesamtkosten belaufen sich auf circa 6,2 Millionen Euro. Durch die Installation eines Blockheizkraftwerks (BHKW) können alle alten Gasthermen sowie Heizkessel in den Gebäuden von Haupt- und Realschule sowie der alten Sporthalle zurückgebaut werden. Produzierter Strom durch das BHKW wird künftig selbst genutzt und nur die Überschüsse in das Stromnetz eingespeist. Zudem wurde ein Grünbuch angelegt.

Die Projektleiterin, Wiebke Evert, vom Generalplaner Lindner Lohse Architekten aus Dortmund führte die geladenen Gäste durch die neuen Räumlichkeiten. In dem Teil des Obergeschosses, der künftig für den naturwissenschaftlichen Unterricht genutzt werden soll, werden nun vorübergehend die neuen Fünftklässler unterrichtet. Während des Umbaus der Bestandsgebäude, der abschnittsweise stattfindet, werden die Jahrgänge dort im Wechsel lernen.

Die neue Sporthalle ist dreifach teilbar und hat eine Holzprallwand. Diese habe gleich drei Vorteile: Die Verletzungsgefahr für die Schüler und Sportler durch Aufprallen auf die Wände werde minimiert, die Belastung der Zuschauer durch starken Lärm aufgrund großen Nachhalls sinke und durch die Schwerentflammbarkeit sei auch der Schutz gegen Feuer größer, teilt die Stadt weiter mit. Für jedes Drittel der Halle gibt es jeweils eine Umkleide für Jungen und Mädchen mit Sanitärbereich.

Bürgermeister Richard Borgmann zeigte sich begeistert von den neuen Räumlichkeiten: „Die Dreifachsporthalle und die naturwissenschaftlichen Räume sind mehr als gelungen. Die Sanierung der Sekundarschule als Gesamtprojekt ist eine immens wichtige Investition in die Bildung unserer Jugend und damit eine in die Zukunft. Die Sekundarschule ist jetzt schon eine Perle unserer Schullandschaft.“

Er zitierte den italienischen Schulreformer Loris Malaguzzi: „Jedes Kind hat drei Pädagogen. Der erste Pädagoge sind die anderen Kinder. Der zweite Pädagoge sind die Lehrer. Der Dritte Pädagoge ist der Raum.“ Durch die Fertigstellung der Räumlichkeiten sei nun auch der dritte Pädagoge vorhanden, sodass „wir heute an dieser Schule ein so genanntes ,Dream-Team‘ vorfinden, um das uns viele heute, aber auch in Zukunft, beneiden werden“, stellte Borgmann fest.

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