Weihnachten ganz anders
Wortgottesdienste in den Nachbarschaften

Lüdinghausen -

Weihnachten in diesem Jahr wird in den Kirchen ganz anders gefeiert. So planen die katholische und die evangelische Kirchengemeinde ökumenische Wortgottesdienst unter freiem Himmel. Diese sollen verteilt auf das Stadtgebiet an Heiligabend um 16 Uhr in Nachbarschaften gefeiert werden.

Dienstag, 06.10.2020, 13:00 Uhr
Das ökumenische Vorbereitungsteam der Nachbarschaftsgottesdienste an Heiligabend (v.l.): Silke Niemeyer, Ruth Reiners, Anna Gerth, Manuel Stille, Dorothea Tappe, Ingrid Spies-Banse und Alice Zaun.
Das ökumenische Vorbereitungsteam der Nachbarschaftsgottesdienste an Heiligabend (v.l.): Silke Niemeyer, Ruth Reiners, Anna Gerth, Manuel Stille, Dorothea Tappe, Ingrid Spies-Banse und Alice Zaun. Foto: Peter Werth

Weihnachten wird in den Kirchen in diesem Jahr anders gefeiert als gewohnt. Vor allem die nachmittäglichen Familiengottesdienste mit den Krippenspielen fallen Corona-bedingt ersatzlos aus. „Wir wollen nicht, dass Familien vor der Kirche stehen und nicht hereinkommen dürfen“, sagt Pastoralreferentin Ruth Reiners von der katholischen Kirchengemeinde St. Felizitas.

Gemeinsam mit Vertretern der evangelischen Kirchengemeinde hat eine Gruppe von St. Felizitas nach einem Ausweg gesucht – und ihn gefunden. An Heiligabend (24. Dezember) um 16 Uhr soll es verteilt auf das ganze Stadtgebiet sowie im Rosendorf Nachbarschaftsgottesdienste unter freiem Himmel geben, die von den Anwohnern selbst organisiert werden.

Natürlich werde es vom Vorbereitungsteam Hilfestellung geben, verspricht Pastoralreferentin Alice Zaun. So soll im Vorfeld ein grobes Gerüst für einen Wortgottesdienst ausgearbeitet werden – mit Vorschlägen für Gebete und Liedtexte. Sie stellen den liturgischen Rahmen des Geschehens dar. „Es ist in jedem Fall Platz für eigene Ideen da“, bekräftigt Zaun. Für den musikalischen Rahmen könnten die Nachbarschaften auch selbst sorgen. Der Wortgottesdienst sei auf eine Dauer von rund 35 Minuten ausgelegt.

Dass das ganze Projekt nur ökumenisch umzusetzen ist, sei den Organisatoren schnell klar gewesen, sagt dazu Pfarrerin Silke Niemeyer. Für die Umsetzung der Nachbarschaftsgottesdienste suchen die Kirchengemeinden Helfer, die bei der Organisation und Durchführung der Feiern mitwirken wollen. Diese sollen in jedem Fall unter freiem Himmel stattfinden. Die Orte sollen die Nachbarn selbst bestimmen. „Das kann beispielsweise auf einem Spielplatz, oder in einem Wendehammer sein“, sagt Reiners. Niemand müsse dafür sein eigenes Grundstück zur Verfügung stellen.

Für mögliche Helfer sind zwei Treffen terminiert worden, bei denen das Organisationsteam die Ideen und Vorstellungen für die Wortgottesdienste erläutern will. In der Kirche St. Dionysius findet dies am 3. November (Dienstag) um 19.30 Uhr statt, in der Pfarrkirche St. Felizitas am 4. November (Mittwoch) gleichfalls um 19.30 Uhr. Dazu sind alle Interessierten willkommen. Die Helfer sollten sich Unterstützung in der Nachbarschaft holen und gemeinsam überlegen, wie eine solche Feier gestaltet werden könnte. „Wir werden niemanden im Regen stehen lassen, sondern Unterstützung bieten“, verspricht Reiners. Für Dorothea Tappe vom Organisationsteam ist diese Form der weihnachtlichen Feier auch „ein Weg zu einem anderen Gemeindeverständnis“.

 

Kontaktpersonen für potenzielle Helfer, Fragen zur Organisation oder auch für Anmeldungen von Nachbarschaften sind die beiden Pastoralreferentinnen Ruth Reiners und Alice Zaun ( 0 25 91/9 95 70).

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