Drei Studentinnen verstärken das ehrenamtliche Team der Tafel
Der Lohn ist ein Lächeln

Lüdinghausen -

Die Tafel freut sich über Unterstützung im Helferteam. Drei Studentinnen arbeiten dort seit einigen Wochen ehrenamtlich mit. Sie bringen laut Anni Pröbsting „Schwung und Dynamik in die Arbeit“ und senken auch noch den Altersdurchschnitt.

Mittwoch, 14.10.2020, 16:20 Uhr
Der Tafel-Vorsitzende Bruno Bierschenk (l.) freut sich ebenso wie seine Vorstandskolleginnen Anni Pröbsting (r.) und Gisela Henke (2.v.r.) über die neuen jungen ehrenamtlichen Helferinnen Annika Wunsch (ab 2.v.l.), Katharina Hartweg und Carolin Koch.
Der Tafel-Vorsitzende Bruno Bierschenk (l.) freut sich ebenso wie seine Vorstandskolleginnen Anni Pröbsting (r.) und Gisela Henke (2.v.r.) über die neuen jungen ehrenamtlichen Helferinnen Annika Wunsch (ab 2.v.l.), Katharina Hartweg und Carolin Koch. Foto: Marion Fenner

Kisten schleppen, Waren einsortieren und Kunden bedienen – ein Job, der die drei Studentinnen Annika Wunsch , Carolin Koch und Katharina Hartweg rundum glücklich macht. Der Lohn ist kein Geld, sondern „das Gefühl anderen Menschen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu haben“, wie Koch erzählt. Ihnen wirklich geholfen zu haben, sei zusätzliche Anerkennung, sagt Wunsch.

Helfer ausgefallen

Die drei jungen Frauen im Alter von 18 bis 21 Jahren arbeiten seit einigen Wochen ehrenamtlich bei der Tafel in Lüdinghausen. Gefolgt sind sie einem Aufruf der Einrichtung, die Mitarbeiter suchte. „Aufgrund der Corona-Pandemie seien mehrere Helfer ausgefallen, die zur sogenannten Risiko-Gruppe gehören“, sagt Anni Pröbsting , zweite Vorsitzende der Tafel. Deshalb freue sich das Team über die Unterstützung der Studentinnen, die „Schwung und neue Dynamik in den Alltag bei der Tafel bringen“. „Außerdem“, ergänzt Pröbsting mit einem Augenzwinkern, „haben sie unseren Altersdurchschnitt erheblich gesenkt.“

Große Vielfalt

„Ich habe mich bewusst dafür entschieden, ein lokales Projekt ehrenamtlich zu unterstützen“, sagt Wunsch. Koch hat die Arbeit einer Tafel schon bei einem Aufenthalt in Kanada kennengelernt und sich deshalb für das Engagement in diesem Bereich beworben. Die Sendenerin arbeitet einen Tag pro Woche bei der Tafel und hilft sowohl beim Sortieren der Waren, als auch bei der Ausgabe. Überrascht war sie von dem Angebot. In Kanada seien nur Konserven an die Kunden ausgegeben worden. „Hier gibt es eine größere Vielfalt und sehr viel Frisches.“ Hartweg wollte auch auf jeden Fall ein soziales Projekt ehrenamtlich unterstützen. „Die Arbeit ist deutlich anstrengender als erwartet, ordentlich schleppen gehört auch schon einmal dazu.“ Dennoch mache es viel Spaß. Alle drei bestätigen, dass sie von den erfahrenen Teammitgliedern sehr freundlich aufgenommen worden seien. „Und wir sind einfach nur froh, dass sie jetzt zu uns gehören“, gibt Pröbsting das Lob zurück.

Spenden

135 Kunden, die Lebensmittel für über 400 Personen erhalten haben, hat die Tafel in der vergangenen Woche gezählt. „Die Zahlen seien durch die Pandemie zurückgegangen“, hat die stellvertretende Vorsitzende festgestellt. Wichtig ist es Pröbsting noch, darauf hinzuweisen, dass die Tafel weiterhin auf Geldspenden angewiesen ist. „Wir kaufen davon unter anderem Windeln, über die sich einige unserer Kunden sehr freuen.“ Denn auch Pröbsting legt, ebenso wie ihre neuen Mitarbeiterinnen, viel Wert darauf, dass sich die Kunden nicht wie Menschen zweiter Klasse fühlen und stets mit einem Lächeln nach Hause gehen.

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