Karnevalsgesellschaft „Stabil daobi“ sagt närrisches Treiben im November ab
Bacchus schläft bis 2021

Seppenrade -

Sie hatten so sehr gehofft, dass sie wie gewohnt am Samstag nach dem Sessionsauftakt am 11. November ihren Bacchus aufwecken können. Doch das Coronavirus macht den Narren der Karnevalsgesellschaft „Stabil daobi“ einen Strich durch die Rechnung. Das fröhliche Treiben auf dem Kirchplatz fällt ebenso aus wie die anschließende Kneipen-Sause.

Samstag, 24.10.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 17:52 Uhr
Während der Bacchus-Erweckung herrscht stets ein närrisches Treiben – wie dieser Schnappschuss von 2018 beweist. In diesem Jahr fällt das Event coronabedingt ersatzlos aus.
Während der Bacchus-Erweckung herrscht stets ein närrisches Treiben – wie dieser Schnappschuss von 2018 beweist. In diesem Jahr fällt das Event coronabedingt ersatzlos aus. Foto: ll

Selbst die Narren, die sonst für ihre Ausgelassenheit und ihren Frohsinn bekannt sind, müssen sich dem Coronavirus geschlagen geben und Vernunft walten lassen: Aufgrund der aktuell drastisch steigenden Covid-19-Fallzahlen streichen die Verantwortlichen der Seppenrader Karnevalsgesellschaft (KG) „Stabil daobi“ ihr alljährliches Bacchus-Erwecken aus dem Kalender. Das Event geht sonst stets an dem Samstag nach dem Sessionsauftakt am 11. November über die Bühne. 2020 fällt das Ritual auf dem Kirchplatz samt anschließender Kneipen-Party ersatzlos aus. Das hat jetzt „Stabil daobi“-Präsident Markus Wittkemper bekanntgegeben: „Wir lassen den alten Mann einfach weiter schlafen. Dann kann er sich ausruhen – und 2021 wieder mit voller Kraft loslegen.“

Zumal es komisch sei, den Bacchus aufzuwecken, ohne zu wissen, ob im Februar überhaupt irgendwelche karnevalistischen Aktivitäten stattfinden dürfen und können, ergänzt der 54-Jährige. „Leider können wir nicht in die Glaskugel gucken.“ Aber Stand jetzt habe er „keine große Hoffnung“, dass von Weiberfastnachtnacht bis Nelkendienstag geschweige denn in der närrischen Zeit davor irgendwelche Events durchgeführt werden können. „Das ist einfach zu riskant.“

Leider können wir nicht in die Glaskugel gucken.

Markus Wittkemper

Matthias Engbert , Vorsitzender des Tetekumer Karnevalsvereins „Ümmes de Ollen“, und Tobias Farwick, Chef der Gemeinschaft „Blaupunkt Heide“ aus dem Tüllinghoff, verstehen die Entscheidung der Rosendörfler, das Bacchus-Erwecken abzublasen. Auch wenn sie mit ihren Vereinskollegen immer gerne dazu kommen und mitfeiern: „Das macht aktuell absolut keinen Sinn“, bringt es Farwick auf den Punkt, der auch die vereinsinterne Generalversammlung für den heutigen Samstagabend (24. Oktober) gecancelt hat. Aufgrund der vielen derzeit einzuhaltenden Regeln komme ohnehin keine Feierstimmung auf, ist sich der 30-Jährige sicher. Engbert bestätigt das: Eine solche Veranstaltung „passt grad vorne und hinten nicht“. Ebenso wie Wittkemper sehen die Beiden schwarz für die Session 2020/2021. Dennoch mag das Trio noch keine Komplettabsage aussprechen. „Erstmal laufen lassen und gucken, wie‘s so weitergeht“, klammert sich Engbert an den allerletzten Strohhalm.

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