Marien-Hospital hat Ausbruchsmanagement gestartet
Praktikantin positiv getestet

Lüdinghausen -

Die Aufmerksamkeit der betroffenen Praktikantin selbst sowie die schnellen und entschlossenen Reaktionen ihrer Vorgesetzten hätten eine rasche Eindämmung möglich gemacht, sagte am Montag der Ärztliche Direktor des St. Marien-Hospitals in Lüdinghausen.

Montag, 02.11.2020, 17:27 Uhr
Dr. Jörg Siebert, Ärztlicher Direktor im St. Marien-Hospital Lüdinghausen
Dr. Jörg Siebert, Ärztlicher Direktor im St. Marien-Hospital Lüdinghausen Foto: St.-Marien-Hospital

Nachdem am Wochenende eine Praktikantin im St. Marien-Hospital leichte Symptome bei sich beobachtete, die der einer Infektion mit dem Corona-Virus ähnelten, wurde bei ihr umgehend ein Antigentest durchgeführt. Das Ergebnis war positiv. Das teilte die Hospitalleitung am Montag mit.

Unmittelbar mit dem Vorliegen des Testergebnisses habe der hausinterne Krisenstab die für die in der Klinik gültige Alarmierungskette eingeschaltet und das Ausbruchsmanagement gestartet.

Kontaktpersonen freigestellt

„Nachdem drei Mitarbeiter im Ärztlichen Dienst, vier Mitarbeiter im Pflegedienst sowie sieben Patienten als Kontaktpersonen identifiziert waren, wurden die erforderlichen Isolationsmaßnahmen und Freistellungen vom Dienst veranlasst“, wird Dr. Jörg Siebert , Ärztlicher Direktor des Marien-Hospitals, im Pressetext zitiert. „Alle betroffenen Personen sind bis heute symptomfrei und werden nun sorgfältig beobachtet.“

Die Aufmerksamkeit der Mitarbeiterin sowie die schnellen und entschlossenen Reaktionen ihrer Vorgesetzten hätten eine rasche und sichere Eindämmung möglich gemacht. Die Aufnahmefähigkeit des Krankenhauses für Notfälle sei zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt gewesen, „jedoch ist das Operationsprogramm in den nächsten Tagen von den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen betroffen und muss eingeschränkt werden“. Die davon betroffenen Patienten würden beziehungsweise seien bereits informiert worden.

Größtmögliche Sicherheit

„Mit dem Ausbruch der Pandemie haben wir alle Empfehlungen zur Umsetzung der hygienischen Schutzmaßnahmen umgesetzt“, so Siebert. Und weiter: „Um unseren Patientinnen und Patienten größtmögliche Sicherheit vor einer Ansteckung zu geben, haben wir das Krankenhaus bisher in drei Unterbringungsbereiche aufgeteilt. In einem Bereich befinden sich positiv auf Covid Getestete, in einem zweiten die Patienten, die akut – zum Beispiel aufgrund einer Blinddarmentzündung – stationär aufgenommen werden müssen.“ Jeder dieser Patienten werde direkt mit seiner Aufnahme getestet. Bis das Ergebnis vorliege, werde er auf der Aufnahmestation untergebracht. „Erst wenn wir die Gewissheit haben, dass der Patient nicht an Covid erkrankt ist, verlegen wir ihn auf eine unserer sogenannten Normalstationen.“

Sich selbst strengstens beobachten

Siebert hebt hervor, dass das Ausbruchsmanagement gut funktioniere. Zudem seien bereits seit Beginn der Pandemie die Mitarbeitenden aufgefordert, sich selbst strengstens zu beobachten und bei Symptomen wie Fiebergefühl, Husten, Rachenentzündung und/oder Geschmacksverlust diese noch vor Dienstbeginn abklären zu lassen. „Diese Empfehlung hat nun erfreulicher Weise dazu geführt, dass die Infektion der Mitarbeiterin früh erkannt wurde und im Lüdinghauser Krankenhaus unmittelbar gehandelt werden konnte.“ Entscheidend für die Bewältigung der Pandemie werde es für Krankenhäuser sein, Infektionen von Mitarbeitern zu verhindern oder frühestmöglich zu erkennen und dann gezielt zu reagieren.

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