Kindergartenbedarfsplanung
Kita in städtischer Trägerschaft denkbar

Lüdinghausen -

Die Kita-Bedarfsplanung für die kommenden Jahre stellte am Donnerstagabend im Ausschuss für Bildung und Kultur Yvonne Benson vor. Die Fachdienstleiterin des Kreisjugendamtes erklärte, dass der Bedarf für Seppenrade gedeckt sei, in Lüdinghausen würde hingegen eine weitere Einrichtung benötigt.

Freitag, 20.11.2020, 19:00 Uhr
Die Kita Seestern am Rohrkamp nimmt im Januar 2021 ihren Betrieb in dem Neubau auf. Dann ist die Zeit in den Containern vorbei.
Die Kita Seestern am Rohrkamp nimmt im Januar 2021 ihren Betrieb in dem Neubau auf. Dann ist die Zeit in den Containern vorbei. Foto: Peter Werth

Die Zeiten der Unsicherheit und Unwägbarkeiten in der Kindergartenbedarfsplanung der Stadt scheint vorüber. Diesen Eindruck vermittelte am Donnerstagabend Yvonne Benson im Ausschuss für Bildung und Kultur. Dort stellte die Fachdienstleiterin des Kreisjugendamtes die prognostizierten Kinder- und Anmeldezahlen der Kinder in Lüdinghausen und Seppenrade für die kommenden vier Jahre vor. Dabei verwies Benson darauf, dass es auch in der Vergangenheit immer wieder zu deutlichen Schwankungen bei den Anmeldequoten der verschiedenen Altersgruppen gekommen sei.

Insgesamt allerdings gehe man beim Kreis derzeit davon aus, dass es eine solide Basis für die Bewertung der künftigen Entwicklung gebe. So werde es in den kommenden Jahren nur leichte Steigerungen bei den Anmeldezahlen geben. In der Konsequenz bedeute das für Seppenrade, dass der Bedarf an Kita-Plätzen mit der Fertigstellung der neuen DRK-Einrichtung an der Kastanienallee mit Blick auf die nächsten fünf Jahre gedeckt werde. Ein anderes Bild ergebe sich für Lüdinghausen. Dort müsste bis zum Kindergartenjahr 2022/23 Platz für zwei weitere Gruppen geschaffen werden. Bis 2024/25 kämen noch zwei hinzu. Mit der Konsequenz, dass in der Steverstadt eine zusätzliche Kita geschaffen werden müsste.

Dass diese Entwicklung bei der Stadt angekommen ist, erklärte der Beigeordnete Matthias Kortendieck. So werde sich die Verwaltung – nach der Zustimmung durch die Politik – auf den Weg machen, nicht nur nach einem Standort, sondern auch nach einem Träger zu suchen. Dabei soll auf einstimmigen Wunsch des Ausschusses zudem eine städtische Trägerschaft, die die SPD beantragte, geprüft werden. Keine Mehrheit fand dagegen der Antrag der Grünen, konfessionelle Träger erst gar nicht anzufragen. Jöran Kortmann begründete diese Forderung unter anderem mit dem Arbeitsrecht kirchlicher Arbeitgeber, sowie „weltanschaulichen“ Aspekten.

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