Volkshochschule trotzt Corona-Pandemie
42 Prozent der Kurse durchgeführt

Lüdinghausen -

Ohne allzu große Blessuren ist der Volkshochschulkreis Lüdinghausen bislang durch die Corona-Krise gekommen. Das berichtete VHS-Leiterin Andrea Bauhus am Dienstag im Fachausschuss.

Dienstag, 01.12.2020, 19:00 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 14:58 Uhr
VHS-Leiterin Andrea Bauhus stellte im Fachausschuss die Bilanz des vergangenen Jahres vor.
VHS-Leiterin Andrea Bauhus stellte im Fachausschuss die Bilanz des vergangenen Jahres vor. Foto: e

Trotz Lockdown und Corona-bedingten Einschränkungen ist es dem Volkshochschulkreis Lüdinghausen – mit seinen Kommunen Senden, Olfen, Nordkirchen, Ascheberg und der Steverstadt selbst – gelungen, 42 Prozent seiner ursprünglich geplanten 1013 Kurse in diesem Veranstaltungsjahr durchzuführen. Das berichtete VHS-Leiterin Andrea Bauhus am Montag im VHS-Ausschuss. 389 Kurse mussten wegen der Pandemie abgebrochen werden, 195 Angebote fielen aus unterschiedlichen Gründen – etwa wegen zu geringer Anmeldezahl – aus. Im Jahr 2019 betrug die Quote durchgeführter Kurse noch 79 Prozent. Zehn Prozent – 43 Kurse – der Angebote konnten digital absolviert werden, sagte Bauhus. Zudem sei die „vhs-cloud“ entwickelt worden, die auch künftig bei den Online-Angeboten der VHS eingesetzt werden soll.

Als eine wichtige Aufgabe sehe die VHS den Bereich Integration geflüchteter Menschen – und da vor allem den Bereich Vermittlung von Deutschkenntnissen, erläuterte Bauhus. Für diesen Aspekt der Arbeit gibt es seit 2015 einen eigenen Haushalt bei der Volkshochschule. Dessen Ansatz umfasst für das laufende Jahr 271 000 Euro, für 2021 steigt er auf 335 000 Euro.

Dieses Plus begründete Bauhus mit einem neuen Angebot des Volkshochschulkreises. In einem speziellen Kursus soll Flüchtlingen ermöglicht werden, innerhalb eines Jahres den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 zu erwerben. „Ein Vorbereitungskursus dazu läuft bereits“, sagte die VHS-Chefin. Dazu stelle das Land NRW eine Förderung von 139 000 Euro bereit. Vom Bund kämen in 2020 219 000 Euro und im Folgejahr 192 000 Euro.

Mit Blick auf die Kursangebote erläuterte Bauhus das breite Spektrum der Palette. Dabei nehme der Bereich Integration nur vier Prozent der gesamten VHS-Bandbreite ein.

Gute Nachrichten hatte die Leiterin für die Ausschussmitglieder um den neugewählten Vorsitzenden Alois Schnittker auch in Sachen Finanzen in Corona-Zeiten: „Der Landeszuschuss bleibt stabil. Das ist nicht selbstverständlich.“ Zudem komme die VHS in den Genuss des „Notfonds Weiterbildung“. Damit würden Mindereinnahmen durch Kursausfälle ab dem 1. Juli 2020 ausgeglichen. Auch Kosten für Hygienemaßnahmen angesichts der Corona-Pandemie würden vergolten sowie finanzielle Aufwendungen für die Digitalisierung, etwa die Anschaffung von Tablets für den Online-Unterricht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7703249?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker