Das Anton verabschiedet Karl Grimstein
Lehrer mit Leib und Seele

Lüdinghausen -

Ob als Gründungsmitglied des Biologischen Zentrums oder Lehrerratsvorsitzender am Anton – Karl Grimstein war nicht nur mit Leib und Seele Pädagoge. Natur und Mensch näher zu bringen, war 34 Jahre lang sein Herzenswunsch.

Montag, 01.02.2021, 12:13 Uhr aktualisiert: 01.02.2021, 12:20 Uhr
Karl Grimstein geht in den Ruhestand.
Karl Grimstein geht in den Ruhestand. Foto: St.-Antonius-Gymnasium

Nach 34 Jahren am Anton verabschiedet sich Karl Grimstein in den wohlverdienten Ruhestand. Der engagierte Pädagoge unterrichtete die Fächer Biologie und Erdkunde in allen Klassenstufen sowie in Grund- und Leistungskursen der Oberstufe, heißt es in einer Pressemitteilung der Schule.

Nach dem Abitur in Ahaus, dem Studium in Münster und dem Referendariat in Braunschweig unterrichtete er zunächst in Vreden, später in Castrop-Rauxel, bevor er seine Stelle am Anton in Lüdinghausen antrat.

Als Gründungsmitglied des Biologischen Zentrums baute er dieses in den ersten Jahren tatkräftig mit auf, er engagierte sich als SV-Lehrer, organisierte Projektwochen und leitete jahrzehntelang die Aquariums-AG. Auch der Aufbau des Schulmuseums lag ihm am Herzen, damit beispielsweise alte Exponate aus der Biologiesammlung nicht verloren gehen, heißt es weiter.

Als Lehrerratsvorsitzender setzte er sich stets für die Belange seiner Kollegen ein, er koordinierte die Fortbildungen am Anton, bildete unzählige Referendare mit aus, leitete viele Jahre Klassen und Jahrgangsstufen und arbeitete darüber hinaus einige Jahre als stellvertretender Oberstufenkoordinator.

Karl Grimstein organisierte etliche Fahrten, die ihn mit seinen Klassen und Kursen nach Hellenthal in der Eifel und Cuxhaven, an den Gardasee und nach München, nach Straßburg und sogar nach Schottland führten.

Die legendären Biologie-Exkursionen nach Zwillbrock, die jahrgangsstufenübergreifend vor den Sommerferien stattfanden, bescherten den ihm Anvertrauten unvergessliche Erlebnisse, sicher nicht nur biologischer Art.

Nach all diesen Jahren wurde das Anton zu „meiner Schule“, wie der Pädagoge ausführt, an der er jede Ecke und jeden Winkel kennt. Am wohlsten hab er sich immer bei den Kindern und Jugendlichen im Unterricht gefühlt, in dem in jeder Stunde mindestens einmal herzhaft gelacht werden sollte, in dem ihm aber gleichzeitig eine hohe Konzentration und großes Interesse an den Fachinhalten wichtig gewesen sei.

Gut gefallen habe es ihm auch im Biologie-Vorbereitungsraum, in den er sich in manchen Pausen zurückziehen konnte. Hier habe er den Blick über den Klostergarten genossen, im Erdkunderaum versetzte ihn der Anblick der Mauersegler in eine andere Welt.

Karl Grimstein war mit Leib und Seele Lehrer, seine ehemaligen Schüler erinnern sich gerne an Begebenheiten aus seinem Unterricht. Aber auch im Lehrerzimmer hat er sich immer gerne aufgehalten, man sah ihn oft ins Gespräch vertieft oder hörte ihn herzhaft lachen, heißt es in der Pressenotiz zu seinem Abschied.

Wenn Corona vorbei ist, wolle der Pensionär mit seiner Frau für einige Monate in seiner zweiten Heimat Frankreich leben, um das Le savoir-vivre, die französische Lebensart, nicht nur in kurzen Urlauben genießen zu können, verrät er.

Tanzkurse stünden ebenso auf seiner Zukunftsagenda wie Kochabende, an denen er französische Gerichte zaubern wolle, Touren mit dem Rennrad oder Zeiten auf dem Trimmer mit dem Hören echter, alter Schallplatten, habe er auch geplant.

Das Kollegium dankt Karl Grimstein für die vielen guten, gemeinsamen Jahre und sein übergroßes Engagement im und außerhalb des Unterrichts, vor allem im Fach Biologie und wünscht ihm einen gesunden und ereignisreichen neuen Lebensabschnitt. Sicher wird es bei dem ein oder anderen Kollegiumsevent die Gelegenheit geben, den Kontakt aufrechtzuhalten oder aufzufrischen, heißt es anschließend.

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