Untersuchung „Vitale Innenstädte“
Ein attraktiver Ort zum Wohlfühlen

Lüdinghausen -

Lüdinghausen wird von seinen Besuchern als überaus attraktiv wahrgenommen. Das unterstreicht eine Analyse der IFH Köln (Institut für Handelsforschung).

Montag, 08.02.2021, 19:07 Uhr aktualisiert: 08.02.2021, 19:10 Uhr
Mit einer Gesamtnote von 2,1 konnte Lüdinghausen
Mit einer Gesamtnote von 2,1 konnte Lüdinghausen Foto: Teamfoto Marquardt

Die Stadt hat mit den Ergebnissen der Untersuchung „Vitale Innenstädte“ des IFH Köln (Institut für Handelsforschung) gute Nachrichten erhalten: Sie konnte sich in Sachen Attraktivität noch weiter steigern. Die Besucher bewerten diese mit einer Gesamtnote von 2,1 und damit noch besser als im Jahr 2018, als sie die Note 2,4 erhalten hat. Bundesweit wurden in 107 Städten fast 58 000 Interviews geführt. In Lüdinghausen sind über 400 Besucher befragt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

Besonders gut abgeschnitten – mit der Note 1,9 – habe Lüdinghausen bei der Bewertung des gastronomischen Angebots. Auch das Veranstaltungsangebot mit Stadtfest, Weihnachtsmarkt und verkaufsoffenen Sonntagen gefalle den Besuchern (Note 2,1). Auch im Bereich „Allgemeines Ambiente“ bekomme die Stadt mit 1,9 eine sehr gute Note und übertreffe den Ortsgrößendurchschnitt von 2,4.

Mit dem Freizeit- und Kulturangebot seien die Besucher zufrieden und vergeben hier eine Gesamtnote von 2,4 (2018 war es die Note 3) erreicht. „Die Ansiedlung des Kinos als neue Freizeitattraktion ist wohl der Hauptfaktor für die deutlich verbesserte Note in diesem Bereich, obwohl es aufgrund der derzeitigen Situation nur wenigen Bürgerinnen und Bürgern möglich war, die Räumlichkeiten auch von innen zu bestaunen“, so Wirtschaftsförderer Stefan Geyer .

Das Dienstleistungsangebot bekomme eine 2,0 und das Einzelhandelsangebot eine 2,3. Die Besucher fühlten sich in Lüdinghausen sicher und bewerten die Innenstadt als lebendig und bequem. Hervorragende Noten bekommen auch die Sehenswürdigkeiten (1,8) und die Plätze, Wege und Grünflächen (2,1), heißt es weiter.

„Die Ergebnisse können sich sehen lassen“, findet Bürgermeister Ansgar Mertens. „Fast alle Befragten sagen, dass Lüdinghausen ein Ort zum Wohlfühlen und Ausgehen ist. Das freut mich riesig, denn für mich ist unsere Stadt genau das: Ein Ort des Miteinanders, in dem man die Seele baumeln lassen kann.“

Lüdinghausen wird als „Ort der kurzen Wege“ in Bezug auf Rad und Auto bezeichnet. Bei der Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln liege die Note bei 2,5, die Parkmöglichkeiten schneiden mit 2,7 ab. „Hier muss in der nächsten Zeit etwas passieren“, betont Mertens. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Erstellung des Mobilitäts- und Parkraumkonzepts auf dem richtigen Weg sind“. Das Problem sei bereits vor der Umfrage bekannt gewesen. Diese verdeutliche nun noch einmal den Handlungsbedarf.

Auch der Einfluss der Corona-Krise auf das Einkaufsverhalten sei untersucht worden. Fast 35 Prozent der Befragten gaben an, verstärkt online einzukaufen. Bei lokalen Händlern oder Marktplätzen kauften jedoch nur 5,8 Prozent verstärkt ein. 27,4 Prozent der Befragten besuchen die Innenstadt seltener. Gleichzeitig kaufe etwa die Hälfte der Befragten bewusst mehr in der Innenstadt ein, um die lokalen Anbieter zu stärken. „Diese Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Kaufleute vor Ort auch digital präsent sein sollten“, so Geyer. „Viele haben diese Notwendigkeit bereits erkannt und bieten ihr Angebot auch online an.“

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