Brand in einem Emkumer Schweinestall
Ferkel aus der Gülle gerettet

Seppenrade -

Als die Feuerwehr Seppenrade bei einem Stallbrand eintraf, hatten die Flammen schon ein Loch in den Boden gebrannt. Da die Feuerwehrleute früh kamen, wurde Schlimmeres für die rund 1000 Ferkel im Stall verhindert. Einige Tiere waren durch das Loch in die Gülle gefallen.

Sonntag, 14.02.2021, 13:48 Uhr aktualisiert: 14.02.2021, 15:51 Uhr
Weil der Brand in einem Schweinestall früh genug erkannt wurde, verhinderte die Feuerwehr Seppenrade am Samstag schlimmeres.
Weil der Brand in einem Schweinestall früh genug erkannt wurde, verhinderte die Feuerwehr Seppenrade am Samstag schlimmeres. Foto: Feuerwehr

Bevor der Brand in einem Schweinestall in Emkum am Samstag um sich greifen konnte, entdeckte der Hofbesitzer das nahende Unglück. Der Löschzug Seppenrade der Freiwilligen Feuerwehr wurde darum so frühzeitig gerufen, dass etwa 1000 Ferkel in dem Stall den Brand nach Augenschein der Polizei ohne Schaden überstanden haben. Die Feuerwehrleute hatten nach dem Alarm um 14.45 Uhr aber genug zu tun.

Ferkel aus Gülle geangelt

„Vermutlich ist ein Heizstrahler auf die Kunststoffspalten gefallen. Die haben tatsächlich gebrannt“, berichtet Einsatzleiter Alfons Nienhaus . In dem verpachteten Stall war im Boden des betroffenen Teils zwar ein Loch von zwei Mal zwei Metern, aber das rasche Eingreifen bei dem Entstehungsbrand habe schnell Früchte getragen, informiert Nienhaus. Die ersten Maßnahmen seien das Öffnen der Türen und das Ansetzen der Lüfter gewesen. Darüber hinaus sei ein Team unter Atemschutz zum Brandherd vorgedrungen. Dort waren Flammen zu sehen, die beim Einsatz der Wehr aber schnell aufgaben. Der Brand sei mit dem vorhandenen Wasser gelöscht worden, Luft und Sicht in dem Stall hätten sich auch schnell verbessert. Für rund 20 Ferkel musste die Wehr intensiver zupacken: Sie waren durch das Loch in die Gülle gefallen und schwammen dort umher. „Wir haben sie mit Geräten herausgeangelt“, berichtet Nienhaus über eine neue Erfahrung für den Löschzug aus dem Rosendorf. Ein Feuerwehrkamerad in Wathose und unter Atmenschutz wagte sich zudem in die 80 Zentimeter hohe Brühe unter dem Spaltenboden, um die Tiere zum Einstiegsloch zu treiben, zu fangen und nach oben zu heben. „Mit dem Licht, dass wir in den Stall geholt haben, war alles gut zu sehen“, informiert Nienhaus.

Ausgerückt waren am Samstagnachmittag beide Löschzüge der Stadt Lüdinghausen. Durch den frühen Alarm bekamen die Seppenrader das Geschehen aber allein unter Kontrolle. „Wir waren eine gute Stunde im Einsatz“, resümierte Einsatzleiter Nienhaus. Der Verdacht, dass ein heruntergefallener Heizstrahler das Geschehen ausgelöst hat, muss von Brandexperten der Polizei noch geprüft werden. Bis zu einem Ergebnis spricht sie von einer „unbekannten Ursache“. Gleiches gilt für die mögliche Schadenshöhe.

Einsatz in Seppenrade, Feuerwehr im Schweinestall

Einsatz in Seppenrade, Feuerwehr im Schweinestall Foto: Feuerwehr

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7819276?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker