Stadtfeldstraßen-Anlieger stellen Bürgerantrag
Situation soll sich zeitnah ändern

Lüdinghausen -

Straßenzustand und verkehrliche Situation sind den Anliegern der Stadtfeldstraße schon seit Jahren ein Dorn im Auge. Jetzt wenden sie sich mit einem Bürgerantrag an Verwaltung und Politik. 52 Anwohner haben unterschrieben, um die Forderungen zu untermauern.

Dienstag, 16.02.2021, 08:00 Uhr
Die Anlieger der Stadtfeldstraße – zwischen der Kreuzung Sendener Straße und der Brücke Ostenstever –
Die Anlieger der Stadtfeldstraße – zwischen der Kreuzung Sendener Straße und der Brücke Ostenstever – Foto: Peter Werth

Das Thema beschäftigt die Stadtfeldstraßen-Anwohner schon seit Jahren. Jetzt haben sie es satt und wenden sich mit einem Bürgerantrag an Stadt und Politik. Ihre Forderung: Für den Abschnitt der Stadtfeldstraße zwischen der Kreuzung Sendener Straße bis zur Brücke über die Osten­stever fordern sie nicht nur eine „zeitnahe verkehrsberuhigte Umgestaltung“, sondern auch eine „nachhaltige Sanierung der Asphaltdeckschicht“. Noch in diesem Haushaltsjahr sollten dafür entsprechende Mittel freigegeben werden. Ihre Forderung untermauern sie mit 52 Unterschriften von Anwohnern dieses Straßenabschnitts. Diese möchten „die Lebensqualität und den Wohnwert auf unserer Straße gewahrt und verbessert wissen“.

Ihr Anliegen sei seit langem ein „Dauerbrenner“, erklärte einer der Unterzeichner gegenüber den Westfälischen Nachrichten. Nur in dieser Masse an Unterzeichnern geschehe dies erstmals. Die Straße sei schlicht marode. Und da reiche es auch nicht, dass Bauhof-Mitarbeiter „alle paar Wochen“ die Löcher in der Fahrbahndecke notdürftig stopften.

Der miserable Zustand der Straße sei vor allem ein Ergebnis des Baustellenverkehrs der vergangenen Jahre infolge der Erschließung der Baugebiete Rott-Nord, Höckenkamp-Nord und -Süd sowie im Stadtfeld 2. Das habe nicht nur zu einer erhöhten Lärmbelästigung für die Anwohner geführt, sondern zahlreiche verkehrliche Konfliktsituationen provoziert, heißt es in dem Bürgerantrag. Dabei wird vor allem auf die Zunahme des Radverkehrs – vor allem von Schulkindern – verwiesen.

Die Lage, so sind die Unterzeichner des Bürgerantrags überzeugt, werde sich künftig noch verschärfen. Schließlich sei mit der Ausweisung der neuen Baugebiete Aabach und Baumschulenweg-Ost (ehemalige Gärtnerei Hülsbusch) mit noch mehr Verkehr zu rechnen. Hinzu komme eine deutliche Belastung durch landwirtschaftliche Fahrzeuge aus und in Richtung der Bauerschaften Aldenhövel und Bechtrup.

Erfreut zeigte sich der Anlieger darüber, dass der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 9. Fe­bruar entschieden habe, Haushaltsmittel in Höhe von 250 000 Euro für das Jahr 2022 für die Stadtfeldstraße bereitzustellen. Da komme „endlich was ins Rollen“.

Auf WN-Rückfrage in der Verwaltung erklärte die städtische Pressesprecherin Anja Kleykamp allerdings, dass diese Summe ausschließlich für den noch nicht endausgebauten Abschnitt der Stadtfeldstraße zwischen Steverbrücke und Baumschulenweg gelte. Der Antrag der 52 Anlieger in dem anderen Straßenabschnitt solle in der HFA-Sitzung am Dienstag (23. Februar) an den zuständigen Bauausschuss verwiesen werden. Der tagt dann allerdings erst am 23. März (Dienstag).

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