Bedürftige leiden besonders unter der Pandemie
Senegal-Hilfe freut sich über größeres Spendenaufkommen

Lüdinghausen -

„1000 Sack Reis für 1000 Familien“ – unter diesem Motto sammelt der Verein „Hilfe für Senegal“ seit vielen Jahren Geld für Lebensmittelspenden an Menschen in dem westafrikanischen Land. Die jüngste Aktion hat noch einmal zu einer Steigerung der Hilfe geführt.

Freitag, 26.02.2021, 14:00 Uhr
Auch die Familien der Schulpaten-Kinder wurden mit Reisspenden bedacht. Außerdem gab es für die Schulen Mund-Nasen-Masken sowie Desinfektionsmittel.
Auch die Familien der Schulpaten-Kinder wurden mit Reisspenden bedacht. Außerdem gab es für die Schulen Mund-Nasen-Masken sowie Desinfektionsmittel. Foto: privat

Die Spendenbereitschaft ist während der Corona-Pandemie leicht gestiegen. Diese Nachricht ging vor wenigen Tagen durch die Medien. Diesen Trend kann auch der Verein „Hilfe für Senegal“ laut einer Pressemitteilung bestätigen. „Unser Aufruf, Reis für besonders bedürftige Menschen zu spenden, ist auf viele offene Ohren getroffen“, bestätigte jetzt Gudula Gotzes , Vorsitzende des Vereins. „Die Aktion war ein voller Erfolg – wir haben mit der Verteilung der Lebensmittelspenden bereits angefangen.“ Ihr Dank gilt allen Spendern, die den Erfolg möglich gemacht und den notleidenden Familien im Senegal geholfen haben.

„1000 Sack Reis für 1000 Familien“ lautete auch jetzt wieder das Motto. Ziel der humanitären Aktion war es, besonders bedürftigen Familien – und dazu zählen auch die Familien der Schulpaten-Kinder – einen Sack Reis zur Verfügung zu stellen. Damit deckt eine „normale“ senegalesische Familie den Monatsbedarf an diesem Grundnahrungsmittel. 510 Säcke wurden in einer ersten Aktion verteilt. Normalerweise wird diese Verteilung während der Frühjahrsreise der Vereinsmitglieder vorgenommen. Angesichts der Pandemie ist an einem Arbeitseinsatz in Westafrika derzeit jedoch nicht zu denken. Aus diesem Grunde übernahmen Cheikh Maba Mbengue sowie Assan Ndione, Mitarbeiter des Vereins im Senegal, die korrekte Übergabe der Lebensmittel.

Die Verteilung wird in den kommenden Wochen fortgesetzt. Besonders berücksichtigt werden in diesem Jahr auch die Händler und Künstler des „Marche Artisanal“ in Thiès. Angesichts der Tatsache, dass der Tourismus in der zweitgrößten Stadt des Senegal durch die Pandemie völlig zum Erliegen gekommen ist, wird ihnen jetzt aus humanitären Gründen unter die Arme gegriffen.

Übrigens: Die Schulpaten-Kinder und deren Familien erhielten nicht nur einen Sack Reis. Angesichts der Pandemie stellte der Verein auch dringend benötigte Desinfektionsmittel und Mund-Nasen-Masken zur Verfügung. Diese Masken müssen die Kinder nicht nur während des Unterrichts und im gesamten Schulbereich ständig tragen. Auch im öffentlichen Raum ist das Tragen der Masken Pflicht. Die Kinder hatten sieben Monate lang keinen Unterricht. Erst im November wurden die Schulen wieder geöffnet. Ebenfalls mit OP-Masken ausgestattet wurden die Gesundheitsstationen, die vom Verein seit Jahren unterstützt werden.

Auch wenn in diesem Frühjahr kein Arbeitseinsatz stattfindet und die Pandemie viele Dinge unmöglich macht, so geht die Arbeit des Vereins doch weiter. „Es finden regelmäßig Video-Konferenzen statt, an der nicht nur die Vorstandsmitglieder, sondern auch unsere Mitarbeiter im Senegal teilnehmen“, erläutert Gudula Gotzes den Vereinsalltag in der Pandemie. Im Fokus steht dabei die Fortsetzung der Projekte – beispielsweise die Erweiterung der Schulen.

Spendenkonto des Vereins „Hilfe für Senegal“ bei der Sparkasse Westmünsterland IBAN: DE69 4015 4530 0020 0417 29

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