Allgemeinverfügung ab Donnerstag
Shopping erst mit Termin, dann ohne

Lüdinghausen -

Seit Dienstagnachmittag steht einheitlich fest: „Dank der nachhaltig niedrigen Inzidenzwerte ermöglicht der Kreis Coesfeld weitere Lockerungen im Einzelhandel“, teilt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr mit. Einkaufen in Lüdinghausen ohne vorherige Terminvereinbarung ist somit ab Donnerstag (11. März) wieder möglich.

Dienstag, 09.03.2021, 06:21 Uhr aktualisiert: 09.03.2021, 17:26 Uhr
Mit großer Vorsicht und besonnenem Verhalten kehren die Kunden in die Innenstadt zurück. Ab Donnerstag ist das Einkaufen auch ohne vorherige Terminvereinbarung wieder möglich
Mit großer Vorsicht und besonnenem Verhalten kehren die Kunden in die Innenstadt zurück. Ab Donnerstag ist das Einkaufen auch ohne vorherige Terminvereinbarung wieder möglich Foto: acf

Mit Termin oder ohne? So lautet die entscheidende Frage in der Steverstadt zum Wochenstart, denn aufgrund der niedrigen Inzidenzen im Kreis und in der Stadt gibt es hierzu große Verunsicherung unter den Händlern und Kunden. Seit Dienstagnachmittag steht nun einheitlich fest: „Dank der nachhaltig niedrigen Inzidenzwerte ermöglicht der Kreis Coesfeld weitere Lockerungen im Einzelhandel“, teilt Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr mit. Einkaufen ohne vorherige Terminvereinbarung sei somit ab Donnerstag (11. März) wieder möglich. „Auch Museen, Kunstausstellungen, Galerien, Burgen und Gedenkstätten können ohne Termin besucht werden“, erklärt Anja Kleykamp von der Pressestelle der Stadt Lüdinghausen.

Vor diesem Hintergrund sind die ersten Öffnungsschritte auch verhalten und mit sehr großer Besonnenheit in den Geschäften und kulturellen Einrichtungen in der Steverstadt angelaufen. Bei einem Gang durch die Fußgängerzone begegnen einem mit den neuen Möglichkeiten auch vereinzelt wieder mehr Menschen. Doch: Vorsichtiges Fragen der Kunden im Eingangsbereich und auch der zu beobachtende Austausch zwischen den Einzelhändlern untereinander zeigt, dass vieles sich derzeit noch einruckeln muss.

Auch kulturelle Einrichtungen stellen sich seit Anfang der Woche wieder auf Besucher ein. Mit den Neuerungen der Allgemeinverfügung des Kreises überschlagen sich auch hier die Ereignisse zur Öffnung. „Neben einem ausgefeilten Hygiene- und Lüftungskonzept wurde ein zentrales Anmeldeverfahren aufgesetzt, das gewährleistet, dass eine maximale Anzahl von Besuchern nicht überschritten wird“, erklärt Swenja Janning, Kulturreferentin des Fachdienst Kultur beim Kreis Coesfeld und Leiterin der Burg Vischering. „Dieses Anmeldeverfahren wurde mit den neuen Änderungen der Allgemeinverfügung zwar umsonst entwickelt, dennoch bleibt die Burg bei einer Besucherbeschränkung von 35 Personen, die nun allerdings keinen Termin mehr buchen müssen, aber gegebenenfalls Wartezeiten am Eingang in Kauf nehmen müssen“, erklärt Janning und ergänzt: „Nach Monaten ohne Publikumsverkehr freuen wir uns sehr, unsere Räumlichkeiten und einen Teil der Angebote wieder für Gäste zugänglich machen zu können.“

In der „Drei Burgen Buchhandlung“ geht es schon seit dem Wochenstart ohne vorherigen Termin. Inhaberin Anna Berling beschreibt ihre derzeitige Gefühlslage so: „Ich bin froh und auch total entspannt, dass ich mein Geschäft endlich wieder für die Kundschaft öffnen kann. Ich stand die ganze Zeit schon in den Startlöchern und bin erleichtert, dass die Leute nun den Weg wieder in die Innenstadt finden.“

„Die Leute sind nach den langen Beschränkungen noch sehr unentschlossen“, hat Ursula Kuhlmann, Verkäuferin bei Kostenbader, beobachtet. Erfreut ist Inhaberin Roswitha Worms über die Tatsache, dass die Leute telefonisch anfragen, um Termine zu machen. Um Kunden und Personal noch mehr Sicherheit zu gewähren, plane Worms wöchentliche Schnelltests für ihre Mitarbeiterinnen, die in Kürze in Kooperation mit einer benachbarten Apotheke durchgeführt werden könnten.

Christian Kruse, Inhaber des gleichnamigen Modegeschäfts ist ebenfalls erleichtert, dass er die Kunden zur Anprobe wieder in sein Geschäft bitten darf. Viele fühlten sich beim spontanen Durchstöbern doch wohler als bei einer vorherigen Terminvereinbarung, so seine Beobachtungen.

Ab Donnerstag (11. März) ist das Einkaufen in der Stadt Lüdinghausen wieder ohne Termin erlaubt. Zudem kann auf die einfache Rückverfolgbarkeit von Kontakten verzichtet werden. Die Allgemeinverfügung wurde in Einvernehmen mit dem Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales geschlossen. Das Ordnungsamt der Stadt Lüdinghausen weist darauf hin, dass die Einhaltung der Vorschriften der Coronaschutzverordnung durch Streifendienste kontrolliert wird. So gilt nach wie vor die Beschränkung von einer Kundin oder einem Kunden pro 40 Quadratmeter.

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