Steverseitenwege werden umfassend saniert
Keine Rettung für 15 Bäume

Lüdinghausen -

Seit 45 Jahren sind die Steverseitenwege nicht saniert worden. Jetzt werden sie wieder instandgesetzt. Dafür war es unumgänglich, 15 Bäume zu fällen. Die Maßnahme wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses mehrheitlich befürwortet.

Donnerstag, 11.03.2021, 10:00 Uhr
Am Steverseitenweg
Am Steverseitenweg Foto: Marion Fenner

15 gesunde gefällte Bäume am Steverseitenweg im Bereich der Ostenstever, das hat einige Menschen sehr überrascht. Laut Auskunft der Stadtverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung habe es in diesem Fall jedoch keine Möglichkeit zur Rettung der Bäume gegeben. „Dort müssen aus Gründen der Verkehrssicherung die viel genutzten Wege saniert werden“, erklärt Stadt-Pressesprecherin Anja Kleykamp . Die Wege seien vor etwa 45 Jahren zuletzt instandgesetzt worden. Die Maßnahmen seien mit einer breiten Mehrheit aus CDU , SPD und FDP im Haupt- und Finanzausschuss befürwortet worden. Die UWG konnte nicht mit abstimmen. Die Grünen waren dagegen.

Asphaltdecke öffnen

Um die Hintergründe der Fällung von insgesamt 15 Bäumen nachvollziehen zu können, sei folgende Information wichtig, teilt die Stadtverwaltung weiter mit. Der Untergrund der Steverseitenwege sei aus Hochofenschlacke hergestellt worden, die nun ausgefräst werden müsse, sobald die Asphaltdecke geöffnet worden sei. „Wer den Bereich kennt, weiß, dass viele Bäume nah an den Wegen stehen und die Wurzeln den Asphalt hochdrücken. Für eine Sanierung müssen diese Wurzeln entfernt werden“, erklärt Kleykamp.

Jetzt seien von den mehr als Hundert Bäumen im fraglichen Bereich insgesamt 15 gefällt worden.

Standsicherheit

„Von den Bäumen waren fünf vom Eschentriebsterben betroffen. Der andere Teil der Bäume ragte mit seinem Wurzelwerk in den Weg hinein. Dafür wäre es erforderlich gewesen, zunächst die Wege zu öffnen und die Wurzeln auszufräsen und zu entfernen“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung weiter. Das führe unweigerlich dazu, dass die betroffenen Bäume nicht mehr ausreichend standsicher gewesen wären. Bei Sturm hätte die Gefahr bestanden, dass die Bäume in Richtung der Bebauung umstürzen könnten. Das habe verhindert werden müssen, so die Stadtverwaltung. Als Ersatz für die gefällten Bäume werden 17 neue Exemplare angepflanzt.

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