Polizei legt Statistiken für 2020 vor
Weniger Unfälle, aber mehr Drogendelikte

Lüdinghausen -

In den kürzlich veröffentlichen Statistiken der Kreispolizeibehörde lassen sich einige Trends in Bezug auf die Pandemie ablesen. Die Zahl der Verunglückten ist ebenso rückläufig wie die Straftaten in der Steverstadt.

Mittwoch, 10.03.2021, 18:46 Uhr aktualisiert: 10.03.2021, 18:50 Uhr
Polizei legt Statistiken für 2020 vor: Weniger Unfälle, aber mehr Drogendelikte
Foto: Wilfried Gerharz

Im Zuge der Corona-Pandemie haben die Straftaten und Verkehrsunfälle in der Steverstadt deutlich abgenommen. Homeoffice und weniger Verkehr auf den Straßen haben dazu geführt, dass rein statistisch gesehen die Zahl der Unfälle deutlich abgenommen hat von 281 (im Jahr 2019) auf 229 (im Jahr 2020).

In den kürzlich veröffentlichen Statistiken der Kreispolizeibehörde Coesfeld lassen sich dennoch einige Trends in Bezug auf die Pandemie ablesen.

Die Zahl der Verunglückten ist der Statistik zufolge ebenso rückläufig. So verunglückten 2019 insgesamt 130 Personen, im Jahr der Pandemie waren es 118. In diesem Zusammenhang stieg allerdings die Zahl derer, die sich eine schwere Verletzung beim Unfall zugezogen haben, leicht von 34 (2019) auf 42 (2020). Ein weiterer Wert aus der Unfallstatistik stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an. So verunglückten in 2019 insgesamt 15 Personen mit einem motorisierten Zweirad, im Jahr 2020 waren es 17.

Bei der Kriminalitätsstatistik zeichnet sich ein ähnliches Bild ab. Insgesamt ist die Zahl der Straftaten in dem vergangen Jahr in der Steverstadt rückläufig. Aktuell liegt sie bei 1183 Straftaten. Im Jahr 2019 verzeichnete die Kreispolizeibehörde mit 1331 Straftaten einen vorläufigen Höchststand verglichen zu den Vorjahren 2018 (1256 Straftaten) und 2017 (1251 Strafdelikte).

Leicht rückläufig waren zudem die Zahlen beim Ladendiebstahl von 55 (2019) auf 48 (2020).

Eine leichte Verlagerung hin zu Diebstählen an oder aus Kraftfahrzeugen lässt sich anhand der Statistik im Jahr der Corona-Pandemie beobachten. So stiegen die Fallzahlen von 46 (2019) auf 57 (2020).

Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung steigerte sich von 24 (2019) auf 38, davon eine Vergewaltigung (2019: zwei Fälle).

Das Niveau der festgestellten Kriminalität im Zusammenhang mit Rauschgift liegt mit 100 Fällen (2019: 78) auf einem aktuellen Höchststand. Zu erklären ist dieser Anstieg laut Britta Venker, Kriminalhauptkommissarin und Pressesprecherin der Kreispolizeibehörde, durch ein Händlerverfahren, das noch weitere Strafverfahren gegen die Konsumenten nach sich zog. „Diese Kontakte lassen sich heutzutage ganz einfach über das Handy zurückverfolgen“, so die Pressesprecherin. „Darüber hinaus ergeben sich auch viele Strafverfahren aufgrund von Autofahrten unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln“, ergänzt Venker.

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