Grünpflege auf dem Friedhof
Vergabe für zwei Jahre an externen Dienstleister

Lüdinghausen -

Die Pflege der Grünflächen auf den Friedhöfen soll für die kommenden beiden Jahre extern vergeben werden. Das ist der Beschluss der jüngsten Sitzung des haupt- und Finanzausschusses. Die SPD hätte sich eine stadtinterne Lösung gewünscht.

Freitag, 19.03.2021, 06:00 Uhr
Der Haupt- und Finanzausschuss hat entschieden, die Pflege der Grünflächen auf den beiden Friedhöfen für zwei Jahre extern zu vergeben.
Der Haupt- und Finanzausschuss hat entschieden, die Pflege der Grünflächen auf den beiden Friedhöfen für zwei Jahre extern zu vergeben. Foto: wer

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Dienstagabend ging es um die Vergabe der Grünflächenpflege und Wegeinstandsetzungsarbeiten. Diese müsse nach vier Jahren neu ausgeschrieben werden, so Fachbereichsleiterin Ellen Trudwig . Die Verträge mit dem beauftragten Unternehmen auf den Friedhöfen in Seppenrade und Lüdinghausen endeten zur Jahresmitte. Die Vergabe müsse wegen der Überschreitung des Schwellenwertes von 214 000 Euro europaweit geschehen.

Das schmeckte Niko Gernitz gar nicht. Er machte sich im Namen der Sozialdemokraten dafür stark, diese Aufgabe dem heimischen Bauhof zu übertragen. Friedhofspflege sei ureigene städtische Aufgabe, argumentierte er und „ist auch günstiger“. Es sei denn, das beauftragte Unternehmen bezahle seine Mitarbeiter nicht tarifgerecht. Zugleich plädierte er für die Aufstockung des Mitarbeiterstabs im Bauhof für diese Aufgaben. Daniela Draken (FDP) unterstützte den Vorschlag der SPD , die Pflege in städtische Hände zu geben.

Bauhof außen vor

Der Vorschlag von Anton Holz (CDU), die Ausschreibung auf zwei Jahre mit einer Verlängerungsoption um ein Jahr zu begrenzen, um so die europaweite Ausschreibung zu umgehen, sei nicht umsetzbar, sagte Trudwig. Denn durch die Optionsmöglichkeit entstehe wiederum die Verpflichtung, zur europaweiten Suche nach Dienstleistern. Die Instandsetzung der Wege auf den Friedhöfen solle indes von Bauhof erledigt werden. Denn dort seien doch immer mal wieder Kapazitäten frei, sagte Holz. Insgesamt sei der Zustand auf den beiden Anlagen in Ordnung.

CDU-Fraktionssprecher Bernd Möllmann sagte, es gebe „gute Gründe, den Bauhof aus der Pflege rauszunehmen“. Bürgermeister Ansgar Mertens verwies auf ein Gutachten, das die Arbeit des Bauhofs beleuchtet, in dem unter anderem festgestellt werde, dass dessen personellen Ressourcen ausgeschöpft seien: „Die haben nicht zu viele Leute.“

Einstimmig wurde schließlich ein Kompromiss beschlossen. Die Arbeiten werden für zwei Jahre extern vergeben. In die Ausschreibung wird zudem der Vorschlag der Grünen eingebunden, dass Inklusionsbetriebe bei gleicher Wirtschaftlichkeit bevorzugt berücksichtigt werden. Nach diesem Zeitraum soll das Thema erneut behandelt werden.

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