Indienhilfe arbeitet trotz Pandemie erfolgreich
Die Ärmsten nicht vergessen

Lüdinghausen -

In der Pandemie sind hierzulande viele Menschen mehr als sonst mit ihren eigenen Sorgen und Nöten beschäftigt. Wie es trotzdem die Indienhilfe geschafft hat, ihre Arbeit so erfolgreich fortzusetzen, erzählt ihr Jahresbericht.

Freitag, 19.03.2021, 12:35 Uhr aktualisiert: 19.03.2021, 12:40 Uhr
Vor allem um die Versorgung und Unterstützung von Frauen und Kindern kümmert sich die Indienhilfe St. Felizitas seit vielen Jahren.
Vor allem um die Versorgung und Unterstützung von Frauen und Kindern kümmert sich die Indienhilfe St. Felizitas seit vielen Jahren. Foto: privat

In einem Jahresbericht schildert die Indienhilfe St. Felizitas die geleistete Arbeit und erreichten Erfolge in den vergangenen zwölf Monaten:

„Mehr als je zuvor haben wir im Jahr 2020 die Kraft der Solidarität durch unsere Spender und Spenderinnen erfahren dürfen. Während das Leben seit dem Beginn der Pandemie still zu stehen scheint, sucht der Kreis der Indienhilfe St. Felizitas nach neuen Möglichkeiten. Menschen zu erreichen. Neue Wege mussten gefunden werden, nach den Absagen von Oster- und Weihnachtsmarkt in 2020, um gerade jetzt die Menschen in Indien nicht zu vergessen.

Ende März 2020, kurz vor der Einführung der Maskenpflicht, haben wir 200 Masken genäht und auf dem Wochen- und Bauernmarkt verkauft. Weiterhin wurde für die Hilfe der indischen Hausarbeiterinnen und deren Kinder gebacken und gefrorene Gartenfrüchte zu Marmelade verarbeitet und verkauft.

Spendenaufkommen verdreifacht

Solidarität beginnt da, wo wir uns berühren lassen von der menschenunwürdigen Lebenssituation anderer. Solidarität ist eine Flamme, die überspringt und bewirkt, dass Menschen in Not sich weniger alleine gelassen, diskriminiert und hilflos fühlen. Diese Flamme ist übergesprungen auf die Indienhilfe und die vielen Spender. Das Spendenaufkommen in Lüdinghausen und Umgebung konnte so verdreifacht werden.

Ein weiteres Kinderschutzhaus konnte dadurch unterhalten und Kinder dort aufgefangen und unterrichtet werden, da die öffentlichen Schulen auch heute noch geschlossen sind. Insbesondere wird den Kindern die englische Sprache vermittelt, damit sie eine Chance für ein besseres Leben haben. Darüber hinaus erhalten die Kinder eine warme Mahlzeit am Tag. Familien wurden mit Lebensmittelpaketen versorgt. In vielen Fällen konnte die größte Not gelindert werden und Kinder vor dem Verkauf als Sklaven geschützt werden, durch die Kinderrechtsbewegung Child Rights Movement (CRM), gegründet durch Sr. Jeanne.

Neue Einkünfte für ehemalige Hausarbeiterinnen

Neue Wege gehen, das mussten auch die beiden Ordensschwestern Sr. Jeanne und Sr. Christy in Indien: Für die Hausarbeiterinnen wurden neue Wege der Einkommenserzielung gefunden. Insbesondere Frauen erhalten eine handwerkliche Ausbildung wie Körbe flechten, Kleidung nähen. Auch das Betreiben von Straßenverkaufsstellen, zum Verkauf von Speisen, wurde unterstützt. Viele der ehemaligen Hausarbeiterinnen konnten durch die neue Selbstständigkeit und der damit verbundenen Freiheit bescheidene Einkünfte erzielen und so die allergrößte Not etwas lindern. Das Leben vieler Frauen und Kinder hat sich dadurch auf friedliche Weise verändert.

Spendenkonto: Sparkasse Westmünsterland, IBAN: DE40 4015 453000 35 648872

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