Stadt Lüdinghausen für baldige Impfung der Feuerwehrkräfte
Einig mit dem Wehrführer

Lüdinghausen -

Die Stadt Lüdinghausen und Wehrführer Günter Weide sind sich einig. Die Kräfte der beiden Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr sollten baldmöglichst gegen das Coronavirus geimpft werden.

Dienstag, 30.03.2021, 11:00 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 16:40 Uhr
Wehrführer Günter Weide fordert ausdrücklich eine Corona-Impfung für die Ehrenamtlich tätigen Kräfte in der Feuerwehr.
Wehrführer Günter Weide fordert ausdrücklich eine Corona-Impfung für die Ehrenamtlich tätigen Kräfte in der Feuerwehr. Foto: ae

Bereits im Februar hatte Wehrführer Klaus Weide auf die besondere Gefahrensituation für die Kräfte der freiwilligen Feuerwehren in Corona-Zeiten hingewiesen. Dabei hatte er sich dafür stark gemacht, dass die ehrenamtlichen tätigen Wehrleute gegen das Virus geimpft werden – wie es bei den in den Rettungsdiensten Tätigen schon längst der Fall sei.

An der Situation hat sich seither nichts geändert. Die Ehrenamtlichen warten weiterhin auf eine Neujustierung bei der Priorisierung in Sachen Corona-Impfung. Daran habe bis zu diesem Zeitpunkt auch die Resolution des Verbandsausschusses des Verbandes der Feuerwehren in NRW an die Gesundheitsminister von Bund und Land vom 22. März nichts geändert, bedauert Weide.

In dem Schreiben wird ausdrücklich ein „angemessener Schutz für die einzelnen, ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmitglieder“ gefordert. Nur so könne die Funktionsfähigkeit der Löschzüge erhalten bleiben. Werde dem nicht gefolgt, drohe „ohne Impfschutz die baldige Außerdienstnahme kompletter Einheiten“.

Auch die Stadt Lüdinghausen hofft darauf, dass Bund und Land die Impfpriorisierung in diesem Bereich überdenken. „Wir sind den ehrenamtlichen Mitgliedern der Feuerwehr unglaublich dankbar, dass wir uns jederzeit auf sie verlassen können“, betont Bürgermeister Ansgar Mertens. Diese leiste täglich „viel für unsere Gemeinschaft“. Die Feuerwehrleute hätten bei ihren Tätigkeiten zwangsläufig viel und nahen Kontakt mit anderen Personen. Daher sei es wünschenswert, dass ihnen sobald wie möglich ein Impfangebot gemacht werde. „Uns ist wichtig, dass die Mitglieder bestmöglich geschützt werden“, betont der Beigeordnete Matthias Kortendieck hervor.

Gleichzeitig weisen die Stadt und der Wehrführer darauf hin, dass die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr in der Pandemie wie gewohnt gegeben ist. „Wir sind voll funktionsfähig, und alle Hilfeleistungen stehen zur Verfügung“, unterstreicht Weide. „Wir erhoffen uns nun von Bund und Land mehr Verständnis für unsere Situation. Die Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr sind mit vielen, darunter auch körpernahen, Kontakten verbunden.“ Inzwischen hat Weide sich mit seinem Anliegen auch an die beiden heimischen Landtagsabgeordneten An­dré Stinka (SPD) und Dietmar Panske (CDU) gewandt. Die hätten ihre Unterstützung signalisiert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7893618?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F
Nachrichten-Ticker