Nottuln
Stiftung gewährt 60 000 Euro

Freitag, 06.07.2007, 09:07 Uhr

Nottuln . Post aus Düsseldorf erhält in den nächsten Tagen der Förderkreis der Wassermühle Schulze Westerath. Es ist die Zusage, dass die Nordrhein-Westfalen-Stiftung für die Wiederherstellung der Mühlentechnik in der alten Wassermühle im Stevertal einen Zuschuss von 60 000 Euro zur Verfügung stellt. Das beschloss am Mittwoch der Vorstand der NRW-Stiftung unter Vorsitz seines Präsidenten Franz-Josef Kniola , teilte die Stiftung gestern mit. Außerdem stellt die NRW-Stiftung weitere Fördergelder bis zu 20 000 Euro in Aussicht, wenn der Förderkreis zusätzliche Spenden für die Mühlenrestaurierung einwerben kann.

Die Wassermühle ist eine ehemalige Doppelmühle, deren beide Gebäudeteile nördlich und südlich der Stever lagen. Während von der nördlich gelegenen Ölmühle nur noch Fundamentreste vorhanden sind, weist der südlich gelegene Teil mit der Getreidemühle verschiedene Besonderheiten auf, heißt es in der Begründung der Stiftung für die Förderung: Hier handele es sich um einen spätmittelalterlichen Wohnturm, erkennbar noch mit offenem Kamin, Waschnische, Fensteröffnungen und dem freitragenden Dachstuhl. „Die sorgfältige Verarbeitung von Baumberger Sandstein zeigt zudem, dass das Gebäude einst auch Repräsentationszwecken diente. Teile der überlieferten Mühlentechnik stammen aus dem 19. Jahrhundert“, weist die Stiftung auf weitere Besonderheiten hin.

Der Förderkreis der Wassermühle Schulze Westerath möchte die Mühle restaurieren und als funktionsfähiges Anschauungsobjekt öffentlich zugänglich machen. Auch Ausstellungen und Kulturveranstaltungen sollen künftig in dem spätmittelalterlichen Wohnraum im Obergeschoss des Gebäudes stattfinden.

Mit ihrer Förderzusage setzt die Nordrhein-Westfalen-Stiftung auch auf weitere Hilfe. Denn für jeden Euro, den der Verein für das Projekt zusätzlich an Spenden und Zuschüssen einwerben kann, gibt die NRW-Stiftung einen weiteren Euro bis maximal 20 000 Euro hinzu.

Das Geld für ihre Aufgaben erhält die Nordrhein-Westfalen-Stiftung hauptsächlich aus Zweckerträgen der Rubbellos-Lotterie, außerdem aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.

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