Nottuln
EU-Mittel für die Mühle?

Dienstag, 09.10.2007, 08:10 Uhr

Nottuln . Auch wenn die alte Wassermühle am Hof Schulze Westerath im Stevertal schon lange nicht mehr klappert, soll sie doch wieder instand gesetzt werden. 60 000 Euro hat die NRW-Stiftung dafür zugesagt. Weitere 20 000 Euro könnten von gleicher Stelle noch dazu gelegt werden, wenn es dem Förderkreis der Wassermühle gelingt, selbst mehr Eigenkapital aufzubringen.

Gestern besichtigte SPD-Landtagsabgeordneter André Stinka , Mitglied des Landesdenkmalausschusses, gemeinsam mit den Kreistagsabgeordneten Gisela Frye, Paul Schmitz und Carsten Rampe sowie Nottulns Bürgermeister Peter Amadeus Schneider das „Kleinod im Stevertal“.

Stinka sieht in den neuen EU-Richtlinien, nach denen jede Region im Land berechtigt ist, eigene Förderanträge zur Denkmalpflege zu stellen, eine zusätzliche Möglichkeit, an dringend benötigtes Geld für die Restaurierung der alten Wassermühle zu kommen. Bürgermeister Schneider: „Mit unserem Bemühungen im Landeswettbewerb ’Regionale 2013/16‘ Aufmerksamkeit zu gewinnen, geben wir diesen Möglichkeiten schon mal Starthilfe.“

Denn noch steht es nicht gut um die Zukunft des kulturhistorischen Bauwerks, das nach Dokumenten seinen Ursprung im Jahre 1538 hat, so Eigentümer Detmar Schulze Westerath. Am Mauerwerk sieht man deutliche Verschiebungen und Risse, die in absehbarer Zeit dringend geflickt werden müssen. Die Restaurierungskosten, so schätzt Hubertus Schulze Westerath, betragen etwa 150 000 bis 500 000 Euro – je nachdem, was der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Soll die Mühle nur für Besichtigungen frei gegeben werden, reicht der untere Satz. Sollen aber umfangreiche Maßnahmen wie Tagungs- oder Gesellschaftszimmer, Toiletten und Sanitäranlagen, Heizung und Beleuchtung durchgeführt werden, klettern die Kosten. Schulze Westerath: „Unsere Familie hat die Mühle dem Förderkreis auf 25 Jahre verpachtet. Denn Privatpersonen bekommen keine öffentlichen Gelder.“

Bürgermeister Schneider will um das Projekt kämpfen. „Im Kreis wie auch in der Gemeinde taucht das Objekt immer wieder auf. Schaffen wir die Renovierung, gliedern die alte Mühle eventuell in ein niedrig- bis mittelpreisiges Übernachtungs-Angebot mit ein, dazu die entsprechende Gastronomie im Stevertal, stehen wir touristisch vorbildlich da.“

André Stinka: „Heute werde ich anfangen, mit den zuständigen Stellen zu telefonieren . . .“

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/572304?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F164%2F698324%2F698330%2F
1100 vertrauliche Mails mitgelesen
Das Auslesen des Passwortes machte es möglich, sich Zugriff auf das Mailkonto des Greveners zu verschaffen. Der Täter soll pikanterweise ein Familienmitglied sein.
Nachrichten-Ticker