Nottuln
„Wir haben was bewegt“

Freitag, 21.03.2008, 10:03 Uhr

Nottuln . Es ist kein runder Geburtstag und kein klassisches Jubiläum. Aber es ist ein Datum, das dem Vorstand der Nottulner Kaufmannschaft geeignet erscheint, einmal innezuhalten und Bilanz zu ziehen. Vor 15 Jahren, im März 1993, gründete sich die Kaufmannschaft als Verein. Die Leistungsbilanz nach 15 Jahren kann sich durchaus sehen lassen. „Wir haben was bewegt“, bilanzierte 1. Vorsitzender Ralf Pascher , als er jetzt zusammen mit Matthias Busza , stellvertretender Vorsitzender, und Christian Overhage, Kassierer, an den 15. Jahrestag der Gründung erinnerte.

Dabei ist allen drei natürlich bewusst, dass das Engagement Nottulner Kaufleute und Gewerbetreibenden für die Gemeinde schon sehr viel früher beginnt. 1979 wurde die Werbegemeinschaft gegründet. Erster Vorsitzender war Rainer Marbeck , weiß Matthias Busza, der selbst seit 1980 der früheren Werbegemeinschaft und heutigen Kaufmannschaft angehört und sich seit Jahrzehnten auch im Vorstand engagiert.

Die Ziele von damals sind im Prinzip auch die Ziele von heute. In der Satzung liest sich das so: „Zweck des Vereins ist es, in Nottuln mit interessierten Kräften, insbesondere des Handels und Handwerks, der Industrie, der Banken, des Gaststättengewerbes und der Gemeindebehörden und sonstiger Institutionen, durch allgemein ansprechende Maßnahmen und Aktionen das allgemeine Wohlergehen zu fördern und dadurch die Anziehungskraft Nottulns zu erhalten und zu stärken.“

Dass vor 15 Jahren aus dem Zusammenschluss ein fester Verein mit dem Namen Kaufmannschaft wurde, hatte mehrere Gründe. Einer davon war: Mit einer neuen, aktualisierten Satzung und festeren Strukturen reagierte man auf die rechtlichen und gesellschaftlichen Veränderungen.

Aktuell gehören der Kaufmannschaft 85 Mitglieder an, berichtet Ralf Pascher. Der Großteil sind klassische Kaufleute und Einzelhandelsunternehmer. Doch auch Industriebetriebe und Freiberufler sind dabei. Sie unterstützen die Kaufmannschaft damit nicht nur ideell, sondern über den Mitgliedsbeitrag auch finanziell. Die Mitgliedsbeiträge werden stets investiert in neue Projekte, die der Stärkung des Ortes dienen. „Es geht dabei nicht um den kurzfristigen, monetären Erfolg“, betont Ralf Pascher. Die Projekte seien vielmehr als nachhaltiger, dauerhafter Prozess angelegt.

Die Kaufmannschaft, die wie andere Vereine auch ehrenamtlich arbeitet, kann einiges aufweisen. So hat sie zum Beispiel die Informationstafeln an den Ortseinfahrten von Nottuln finanziert. Allen bekannt ist aber auch die Gewerbeschau zu Martinimarkt. Und eine richtige Erfolgsgeschichte ist seit 2002 die Reihe „Blickpunkt Nottuln“, die auf Initiative der Kaufmannschaft und in sehr guter Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nottuln ins Leben gerufen wurde. „Wir haben hier eine Plattform für Großveranstaltungen geschaffen, die dem Ort gut tun“, betont Christian Overhage. Viele umliegende Gemeinden beneiden Nottuln um diese Reihe. „Wir hören von Außenstehenden oft, Nottuln ist ein lebenswertes Örtchen.“

Nachhaltigkeit – dass soll auch das Kriterium für die künftigen Projekte sein. „Wir sind offen für Vorschläge und neue Ideen“, betont der Vorstand einmütig. Ein Wunsch im 15. Jahr des Vereinsbestehens: Mehr Mitglieder als bisher engagieren sich für das gemeinsame Ziel. „Jeder, der mitmachen möchte, ist bei uns willkommen“, sagt Ralf Pascher.

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