Nottuln
Speditionen unter Druck

Freitag, 13.06.2008, 11:06 Uhr

Appelhülsen . „Das Transport- und Logistikgewerbe ist eine boomende Branche, die jedoch unter einem erheblichen Kostendruck steht“, stand für den Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling ein klares Fazit am Ende eines besonderen Betriebsbesuchs. Der Wahlkreisabgeordnete aus Nottuln besuchte das Speditions- und Logistikunternehmen Hollenhorst im Gewerbegebiet Appelhülsen.

Das Unternehmen, das inzwischen gut 100 Mitarbeiter hat, wurde von Franziska und Karsten Hollenhorst vorgestellt. Bei diesem Termin zeigte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Verkehrswirtschaft und Logistik NRW, Dr. Christoph Kösters , am Beispiel des Appelhülsener Familienunternehmens die aktuelle Konjunkturlage im Transportgewerbe auf. Er verwies darauf, dass die Bedeutung der Transport- und Logistikleistungen noch weiter steigen werde. Kösters bestätigte die Nachfrage Schiewerlings, dass in dieser Branche noch viele Fachkräfte gesucht werden. Hintergrund sei zum einen der wachsende Markt, zum anderen spüre die Branche bereits den Beginn des demografischen Wandels in der Mitarbeiterschaft.

Sowohl Franziska Hollenhorst als auch der Verbandsvertreter wiesen auf die enormen Kostenbelastungen hin: Steigende Kraftstoffpreise und auch die Diskussion über eine mögliche Anhebung der Maut in einigen Bereichen würden das Transportgewerbe stark belasten. Kosten, die nicht immer in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden könnten.

Zudem sprachen sie mit Schiewerling über die wachsende Probleme der Lkw-Fahrer, an Autobahnen einen Parkplatz zu finden. „Die Parkplätze reichen schon lange nicht mehr aus. Die Fahrer bekommen sogar immer häufiger Probleme mit ihren Lenk- und Ruhezeiten, nur weil sie keine freien Parkplätze für ihren Lastzug finden“, klagte Verbandsgeschäftsführer Dr. Kösters.

Abgeordneter Karl Schiewerling sicherte zu, sich mit den Verkehrsexperten innerhalb der CDU/CSU-Fraktion über die angesprochenen Themen intensiv auszutauschen: „Das mittelständische Transportgewerbe hält im buchstäblichen Sinne unsere Wirtschaft in Bewegung und ist somit ein wesentlicher Teil unserer wirtschaftlichen Stärke“, sagte Schiewerling.

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