Nottuln
Von Worms ins tiefste Münsterland

-lia- Nottuln. Was zum Teufel hat ein 57-jähriger Rheinland-Pfälzer aus dem gut 350 Kilometer entfernten Worms in einem Münsterland-Krimi zu suchen? In diesem Fall ist die Erklärung ganz einfach: Hermann Weber aus Worms...

Donnerstag, 18.09.2008, 19:09 Uhr

Nottuln - Was zum Teufel hat ein 57-jähriger Rheinland-Pfälzer aus dem gut 350 Kilometer entfernten Worms in einem Münsterland-Krimi zu suchen? In diesem Fall ist die Erklärung ganz einfach: Hermann Weber aus Worms, leidenschaftlicher Landkrimi-Leser und Kattenstroht-Fan, war Sieger des vom Landwirtschaftsverlag veranstalteten Preisausschreibens rund um die beiden Kattenstroht-Krimis von Hans-Peter Boer.

Der Gewinn? Der Rheinland-Pfälzer wurde von dem Nottulner Krimiautor im dritten Fall von Kommissar Kattenstroht als Nebencharakter in Szene gesetzt. Am Dienstag (23. September) um 20 Uhr wird Hans-Peter Boer den mit Spannung erwarteten dritten Krimi der auf insgesamt sechs Bände ausgelegten Reihe in der Stiftsbuchhandlung Maschmann vorstellen.

Wie Hermann Weber teilen viele Menschen das Schicksal, in Boers Krimis eine Rolle zu spielen – aber in der Regel sind es eher echte Münsterländer, die dem Autor als Vorbilder dienen und seinen Krimis so den nötigen münsterländischen „Charme“ geben.

Und das gilt auch für die kleinen Episoden am Rande der kriminalistischen Handlung. „Jede hat einen realen Hintergrund und ist so oder so ähnlich geschehen“, sagt Hans-Peter Boer. Denn nichts sei interessanter als das wahre Leben. „Ein Krimi wird nicht gekauft wegen der Leiche oder des Kommissars, sondern wegen der Neugier der Menschen an anderen Menschen.“

Wie bereits die ersten beiden Bände „Stoppelland“ und „Schwengelrecht“ dringt auch Boers dritter Krimi „Kuchentage“ wieder tief ein in ländliche Traditionen und gewachsene Strukturen. Nach einer Weihnachts-Jagd wird die Leiche eines Mannes gefunden. Das Tatwerkzeug ist mehr als ungewöhnlich, die Umstände sind rätselhaft. Kommissar Klaus Kattenstroht und seine Assistentin Kathrin Eilers erforschen die Hintergründe und begegnen dabei Charakteren, die ebenso düster sind wie die Jahreszeit, in der die Polizisten ermitteln – im Zeitraum der „heiligen zwölf Nächte“ zwischen Weihnachten und Dreikönige, in denen das Leben auf den Bauernhöfen einen ruhigeren Gang geht und die Familien auf dem Lande sich zu „Kuchentagen“ gegenseitig besuchen und am Herdfeuer zusammensitzen.

Ob unter diesen düsteren Gesellen auch Hermann Weber seinen großen Auftritt hat? Zu wünschen wäre es ihm nicht. Denn am liebsten, das hat der Rheinland-Pfälzer betont, würde er als „Freund von Herrn Kattenstroht“ im Krimi auftreten – schließlich habe er beim Schmökern von Boers Münsterland-Krimis trotz unterschiedlicher Heimat viele charakterliche Verwandtschaften mit dem sympathischen Kommissar entdecken können. Leser und Fans können gespannt sein, ob sich Webers Wunsch erfüllt.

Die Lesung am Dienstag beginnt um 20 Uhr in der Stiftsbuchhandlung Maschmann. Der Eintritt ist zwar frei, allerdings wird um Anmeldung gebeten unter Telefon 02502/1066.

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