Nottuln
Gastfamilien verzweifelt gesucht

Dienstag, 17.03.2009, 08:03 Uhr

Nottuln - Der Verein „Hilfe für Narowlja /Tschernobyl e.V.“ ist in Not. Er hat für die kommende Ferienfreizeit wieder 30 Jungen und Mädchen aus der strahlenbelasteten Zone Narowlja in die Baumbergegemeinden eingeladen. Doch 14 Kinder sind noch unversorgt, da sich zu wenig Gastfamilien gemeldet haben.

Vom 6. bis zum 27. Juni sollen sich die Kinder hier erholen können. Damit das möglich gemacht werden kann, werden noch dringend Familien gesucht, die Kinder aufnehmen möchten. Für die Betreuerin Natasha Kusmenkowa wird es nun Zeit, sich in Narowlja um die Papiere zu kümmern, da es mehrere Wochen dauert, bis alle Unterschriften getätigt und die Visa erteilt sind. Ungern möchte der Verein diesen 14 Kindern absagen müssen.

„Voraussetzung für die Aufnahme der Kinder sind weder ein großes Haus mit separatem Gästezimmer, noch anderer Luxus, sondern vielmehr die Bereitschaft einer Familie mit großem Herzen, sich mit Freude auf diese Erfahrung einzulassen, die eine wertvolle Bereicherung für die eigene Familie darstellt“, so Heike Seidel-Hölscher vom Verein. Gesucht werden als Gastfamilien nicht nur Familien mit Kindern, auch rüstige Rentnerpaare, die Spaß daran haben, sich drei Wochen um zwei Kinder zu kümmern.

An allen Werktagen hat der Verein wieder den Offenen Treff organisiert. Dort werden die Kinder werktags von 8 bis 13 Uhr beschäftigt, und es werden ganztägige Ausflüge angeboten. Zudem engagieren sich Vereine, die mit den Kindern etwas unternehmen. Die Kinder werden von vier Betreuerinnen begleitet, die deutsch sprechen und jederzeit erreichbar sind. Der Verein verfügt über langjährige Erfahrungen und gibt viele Hilfestellungen. „Alles Gute auf der Welt geschieht nur, wenn einer mehr tut, als er muss.“ Auf dieses Motto von Hermann Gmeiner bauen die Organisatorinnen und hoffen auf möglichst viele Anrufe. Schließlich geht es darum, diesen Kindern „nur“ für drei Wochen eines Jahres eine schöne Zeit zu bereiten.

Weitere (unverbindliche) Infos geben Marlies Wolanewitz-Janning, Telefon 02502/6759, und Heike Seidel-Hölscher, Telefon 02507/570024.

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