Nottuln
Altern im gewohnten Umfeld?

Mittwoch, 29.04.2009, 11:04 Uhr

Nottuln / Schapdetten - Studenten der Technischen Universität Dortmund mit dem Studienfach Raumplanung werden vom 4. bis 14. Mai in Nottuln und in Schapdetten eine Befragung durchführen. Sie befassen sich mit dem demografischen Wandel in der Gesellschaft. „Wir wollen versuchen, das Wohnverhalten und die Bedürfnisse der immer älter werdenden Menschen zu analysieren und eventuell Verbesserungsvorschläge für die Zukunft zu finden“, berichten sie. Die Projektgruppe besteht aus elf Personen im Alter von 19 bis 36 Jahren. Betreut wird das Projekt von Professorin Angelika Münter .

Das Projekt „Aging in Place oder Zurück in die Stadt - Wohnvorstellungen von Senioren im suburbanen Raum“ beschäftigt sich mit der Wohnsituation und den Wohnwünschen älterer Menschen, die in ländlichen Gebieten leben.

In den letzten Jahren sei unter den Senioren ein neuer „Trend“ zu beobachten. Das Verlassen des suburbanen Raums und der Umzug in eine Stadt. Andererseits gibt es eine Reihe wissenschaftlicher Publikationen, welche die These „Aging in Place“, das Altern im gewohnten Umfeld, stützen. Die Projektmitglieder gehen dieser Frage nach, indem sie die Begebenheiten in Nottuln und in Schapdetten untersuchen.

Die „Suburbanisierung“, so erklärt die Projektgruppe, sei ein bedeutender Faktor für den heutigen hohen Anteil älterer Menschen im Umland von Städten. Der Begriff beschreibe den Prozess, bei dem Wohnbevölkerung und Arbeitsplätze aus der Stadt in das Umland abwandern. Erstbezieher, die in den 1960/70er-Jahren eigene Einfamilienhäuser erbauten, erreichen nun zunehmend das Seniorenalter. Häufig besteht eine Diskrepanz zwischen den Wohnbedürfnissen und der tatsächlichen Wohnsituation.

Die Auseinandersetzung mit dieser Problematik ist ein wichtiges Aufgabenfeld der Raumplanung. Um herauszufinden, wie die Senioren in Nottuln und Schapdetten über das Thema „Wohnen im Alter“ denken, ist eine Umfrage erforderlich. Aus der festgestellten Tendenz können dann ein Leitbild und Handlungsempfehlungen erstellt werden, schreiben die Studenten.

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