Nottuln
Mühlen-Restaurierung geht weiter

Dienstag, 16.06.2009, 18:06 Uhr

Nottuln - Nach knapp zweijähriger Pause können jetzt die Restaurierungsarbeiten an der alten Wassermühle Schulze Westerath im Stevertal weitergehen. Am Dienstagmorgen unterzeichnete Johannes Kliem , Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ( DSD ), vor Ort einen weiteren Fördervertrag im Wert von 80 000 Euro. Die DSD beteiligt sich zum zweiten Mal an der Mühlenrestaurierung, diesmal ist das Geld für die Dach- und Mauerwerkssanierung bestimmt.

Im Stiftungsvolumen der DSD ist die schöne Mühle, die vom Wasser der Stever seit dem 13. Jahrhundert betrieben wurde, eines von über 230 Projekten allein in NRW. Das Jahresbudget der privaten Denkmalschutz-Stiftung beläuft sich auf rund 18 Millionen Euro. Die Gelder stammen aus privaten Schenkungen der rund 180 000 Mitglieder und aus Lotterien.

Die Kuratoren, die im Kreis Coesfeld auch die Burg Vischering in Lüdinghausen und Schloss Varlar in Rosendahl fördern, sehen in der Mühle, einem früheren Klosterlehen, ein erhaltungswürdiges Denkmal Baumberger Sandsteingeschichte. Die Technik der Mühle ist weitgehend erhalten. Im Erdgeschoss steht eine Francis-Turbine von 1928, im ersten Obergeschoss die hölzernen Mahlgänge mit Bütte und Gosse, sowie die Holzkonstruktion mit Transmission und dem historischen Riemengetriebe zum Transport von Getreidesäcken. Wörtlich heißt es in einer Begutachtung der Stiftung: „Die weitgehend original erhaltene Mühle zählt mit ihrer Technik und Bauweise zu den überregional bedeutenden Vertretern ihrer Art in Westfalen.“

Detmar Schulze Westerath und sein Sohn Hubertus, beide Vorstandsmitglieder des Fördervereins der Mühle, freuten sich über die großzügige Spende. So kann jetzt der lange still stehende Baukran wieder in Betrieb gesetzt werden.

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