Nottuln
Alarm! Feuer F3!

Montag, 14.09.2009, 18:09 Uhr

Darup / Nottuln - „Achtung! F3 - Feuer auf Bauernhof.“ Mit dieser Meldung der Leitstelle startete am Samstag um 16 Uhr die große Herbstabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Nottuln in Darup.

Alarm für die Löschzüge Darup und Nottuln. Um 16.02 Uhr wurde die Alarmstufe auf Feuer F4 erhöht, was so viel bedeutet: Mehrere Personen sind in Gefahr. Für alle Löschzüge der Gemeinde wurde der Gesamtalarm ausgerufen. Sofort rückten auch die Löschzüge Schapdetten und Appelhülsen aus. Sie erhielten die Lageinformation, dass bei Bauarbeiten auf der Tenne des Hofes Schoppmann ein Feuer ausgebrochen sei und fünf Arbeiter vermisst würden.

Was die zahlreichen Zuschauer und Zaungäste dann sahen, war durchaus beeindruckend. Mit Sirenengeheul rückten die Tanklöschfahrzeuge (TLF) des Daruper Löschzuges auf den Hof vor. Ruck, zuck wurde ein Schnellangriff für die Atemschutztruppe vorbereitet und wurden die Schlauchverbindungen für die Wasserversorgung gesteckt. Fast zeitgleich zapften Tanklöschfahrzeuge des Nottulner und Appelhülsener Zuges auf dem Areal gelegenen Hydranten an, speisten die bereits im Einsatz befindlichen Tanklöschfahrzeuge und bekämpften den angenommenen Wohnhausbrand von der Wiese, dem Garten und der Gebäuderückseite her.

Das DRK fuhr mit zwei Rettungstransportwagen vor und entlud seine Ausrüstung für die Erstversorgung. Unterstützung kam von Löschzug Schapdetten an der eingerichteten Verletztensammelstelle.

Alles verlief zügig, aber ohne jegliche Hektik. „Eine verletzte Person gefunden, ansprechbar und leicht verletzt“, krächzte es aus den Funkgeräten der Einsatzleitung. Dies teilten die Daruper Oberfeuerwehrmänner Daniel Warmeling und Michael Bils mit, die mit schweren Pressluftatemgeräten zur Menschenrettung und Brandbekämpfung bereits in den Melkstall vorgedrungen waren. „Abtransport und Übergabe an den Rettungsdienst“, ordnete Gruppenleiter Ludger Thiemann an.

Heinz Hidding vom Löschzug Nottuln schickte derweil mit Sebastian Rapior und Simon Warmeling die zweite Atemschutztruppe über die Tenne ins Gebäude. Als Einsatzreserve stand die dritte Gruppe mit Jörg Heller und Christian Plogmaker bereit. Innerhalb von sieben schweißtreibenden Minuten waren alle Vermissten gefunden und zur Erstversorgung an die DRK-Teams übergeben.

„Alle Ziele sind erreicht worden. Kleine Defizite im Funkbereich werden in der Nachbesprechung angemerkt“, zog Johannes Greve, stellvertretender Wehrführer und Planer der Übung, bereits vor Ort ein positive Übungsbilanz. „Die Zusammenarbeit hat bravourös geklappt. Die Einsatzführer können stolz auf ihre Mannschaften sein“, geizte auch Wehrführer Bernd Daldrup bei der Manöverkritik im Landgasthaus Egbering nach dem Dank der Gemeinde durch den stellvertretenden Bürgermeister Heinz Rütering nicht mit lobenden Worten. Er appellierte an Rat und Verwaltung, zur Sicherung eines dauerhaften Brandschutzes weiterhin die notwendigen Mittel bereitzustellen.

Kreisbrandmeister Donald Niehues schloss sich der positiven Kritik an. Er verwies allerdings darauf hin, dass immer häufiger Feuerwehrleute auch auf massive Vorbehalte bei ihren Arbeitgebern stießen, die sie im Einsatzfall freistellen müssen.

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