Nottuln
Die eigene Zukunft tanzen

Dienstag, 29.12.2009, 18:12 Uhr

Nottuln - „Die Premiere ist Ende März natürlich hier in Nottuln“, weiß Tanzpädagoge Vinicius schon jetzt. Titel und genauer Aufführungstermin werden allerdings erst zum Ende des Tanztheater-Workshops „Raum im Körper - Körper im Raum“ festgelegt.

Bereits seit Oktober treffen sich neun Gymnasiasten aus Nottuln und Senden jeden Dienstag von 16 bis 19 Uhr im Forum des Gymnasiums mit dem brasilianischen Choreographen, Tänzer, Tanzpädagogen und Autor zu dem sechs Monate dauernden Projekt, das im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Kultur und Schule“ gefördert wird.

Den Anstoß dazu habe der Nottulner Hans-Peter Boer gegeben, erinnert sich der Tanzpädagoge. In seiner Eigenschaft als Kulturdezernent, der die Landesförderung von Kunst, Kultur, Weiterbildung und Bibliotheken koordiniert, habe Boer ihn mit dem Direktor des Gymnasiums zusammengebracht. Heinz Klaus­deinken und Vinicius bemühten sich zusammen um die Förderung des Projektes und konnten sich zu Beginn des Schuljahres über die Genehmigung freuen.

Jetzt freuen sich die Jugendlichen im Alter von 14 bis 18 Jahren über die tolle Gelegenheit, mit dem temperamentvollen Brasilianer, der seit 1996 Kurse und internationale Workshops in Deutschland , Frankreich, in der Slowakei und der Ukraine durchführt, Tanz als Ausdrucksmittel für Emotionen, Gedanken, Wünsche und Träume zu lernen.

In den ersten Stunden standen dabei Tanztechniken im Vordergrund, bei denen Vinicius Anfänger und Fortgeschrittene in seiner mitreißenden Art auf eine Wellenlänge brachte. Nun bestimmen die Teilnehmer, was weiter gemacht wird. Dazu brachten sie zu Papier, wie sie sich ihre Zukunft in den nächsten Jahrzehnten vorstellen. „Neun Individuen stellen sich als etwas Besonderes vor“, betont Vinicius, „mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden.“ Diese gelte es nun, im Tanz auszudrücken. Schritt für Schritt erführen die Jugendlichen dabei, ihre Talente weiter auszubauen. So werde ein Teilnehmer als Pianist die Aufführung begleiten.

„Auf eine andere Art und Weise das eigene Ich zu entdecken“, das ist ein Ziel des Workshops. Dabei haben die Jugendlichen festgestellt, dass sie mit der gemeinsamen Arbeit immer mehr zusammenwachsen. Auch ein Schritt zu dem, was dem Tanzpädagogen wichtig ist. „Wir wollen etwas erreichen: Freude und Glücklichsein.“ Und am Ende werden die Tänzer sicher auch ihr Publikum erfreuen.

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