Nottuln
„Zeit ist reif für Gewaltlosigkeit“

Mittwoch, 02.06.2010, 22:06 Uhr

Nottuln - Förderung der gewaltfreien Konfliktlösung auf inländischer und ausländischer Ebene - das ist das Ziel der Friedensfachkräfte Stephan Brües und Sjors Beenker, die auf Einladung der Friedensinitiative Nottuln zunächst den beiden Sozialwissenschaftsleistungskursen der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums und am Abend einem interessierten Publikum in der Alten Amtmannei von ihrer Arbeit berichteten.

Die Nonviolent Peaceforce (Gewaltlose Friedensmacht) hat sich zum Ziel gesetzt, in Krisenregionen der Welt als Drittpartei zu agieren und dort zur Eindämmung und Überwindung von Feindseligkeit und Gewalt im Rahmen ziviler Intervention beizutragen. Von deutscher Seite wird die internationale Initiative vom Bund für Soziale Verteidigung , dem Stephan Brües angehört, und dem Forum Sozialer Friedensdienst getragen.

Der Amsterdamer Sjors Beenker berichtete teils in englischer Sprache von seinen Erfahrungen in Sri Lanka. Der Niederländer lebte für ein Jahr auf der Insel im indischen Ozean. Schon seine Ankunft im April 2006 sei erlebnisreich gewesen: So explodierte am ersten Tag eine Bombe und riss neun Menschen in den Tod.

Beenker berichtete von bürgerkriegsähnlichen Zuständen: Brandschatzungen und Plünderungen seien an der Tagesordnung. Zudem würden ethnische Konflikte zwischen den Bevölkerungsgruppen zur Verschärfung der Situation beitragen. Er verfolge dabei stets die Devise, dass das wichtigste, was er als Friedensfachkraft machen könne, die Eröffnung eines Gesprächs sei, um die Feindseligkeiten einzudämmen. Stephan Brües erläuterte abschließend die Arbeitsweise der Nonviolent Peaceforce (NP): „Auf Einladung lokaler Gruppen werden Friedensfachkräfte der NP in Gebiete mit gewaltsamen Konflikten entsandt, um dort Töten und Zerstören zu verhindern und die Menschenrechte zu schützen.

Lehrer Werner Völlering: „Wir freuen uns über die tolle und produktive Zusammenarbeit mit der Friedensinitiative. So können unsere Schüler Einblicke in die tatsächliche und wirksame Friedensarbeit erhalten.“

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