Nottuln
Genialität in der Kunst fördern

Donnerstag, 07.10.2010, 20:10 Uhr

Nottuln - Am Samstag (9. Oktober) eröffnet der Kölner Künstler Heinz-Josef Mess , mit langjährigem Wohnsitz in Nottuln-Darup, einen neuen Kunstort, einen Projektraum in seiner Wahlheimat in der Halle 17A in der Oststraße des Nottulner Industrieviertels. „Ich hatte immer Visionen, hier im Raum Nottuln etwas zu kreieren, was mit Kunst zu tun hat“, erinnert sich Mess, der nun mit der „HALLE 17A“ ein Zentrum eröffnet, das unter anderem der jungen Kunst der Münsterschen und Düsseldorfer Kunstakademie sowie den Leipzigern und Kölner Künstlern als Präsentations- und Kommunikationsort dienen soll.

Zur Eröffnung der HALLE 17A werden mit der Ausstellung „Clean Water“ neue Werke von Heinz-Josef Mess gezeigt, die Malerei, Zeichnungen, Polaroid-Arbeiten sowie seine Digipop-Arbeiten umfassen. Auslöser dafür sei seine Hilflosigkeit bezüglich der Fragen, „Wie, Wer, Wo und Wann mit den Ressourcen unseres Planeten so rücksichtslos umgegangen ist“, wie beispielsweise bei dem Öl-GAU im Golf von Mexico. Die Arbeiten haben Mess zumindest für eine kurze Zeit das Gefühl der Stärke gegeben, doch etwas dagegen getan zu haben. Wichtig war ihm beim Arbeiten an „Clean Water“, das „uns heilig gewordene Wasser, Lebenselixier und Fundament alles Lebenden“ auf einfachste Art und Weise darzustellen. „So bediente ich mich einfacher Mülltüten, die anhand von Öl hergestellt werden, um das Thema durch einen Slogan zu manifestieren. Hier ging es nicht um eine Politisierung, was meine Kunst betrifft, sondern einfach um meine Ohnmacht, dazu verurteilt zu sein, machtgierige Konzerne frei walten zu lassen, tausende von abertausenden Leben zu vernichten und dabei die Zukunftsgefahren der Kinder und Kindeskinder in Kauf zu nehmen“, erklärt der Künstler.

„Ein gutes Bild malen kann jeder“, so Mess, „darum geht es nicht.“ Jeder Künstler müsse seinen Weg finden, was Kunst für ihn bedeute, und dann authentisch sein. „Es geht darum berufen zu sein. Nur dafür da zu sein, seine Kunst zu kreieren, über sich selbst hinaus bis zum Universum“, erklärt Mess seinen Anspruch an sich und andere Künstler.

Er wolle die Wahrnehmung der Menschen schärfen, Wertigkeiten aufrechterhalten. Die Politik sei weltweit dabei, auf subversivem Weg über die Angst die Freiheit zu nehmen, ist er überzeugt. Auch deshalb müsse die ganze Kunst rebellischer werden. „Das ist eine Frage der Verantwortung“, so Mess.

Aber das Wichtigste, wofür man Kunst mache, sei Liebe zu erhalten, erklärt Mess weiter, der zwar oberflächliche Betrachtung von Kunst kritisiert, doch auch davon überzeugt ist, dass Kunst dazu beitragen soll, dass sich Menschen wohl fühlen.

Das Hauptanliegen seines neuen Projektraumes soll deshalb sein, die Genialität in der Kunst zu fördern, Talente zu zeigen und sie zu unterstützen. Mess bezieht sein Denken und Handeln aus jahrelanger Erfahrung und Erkenntnissen, gewonnen durch verschiedene Ausstellungen, Aktionen und Performances, seine Mitarbeit am Kulturprojekt „Mariposa“ (Teneriffa) und nicht zuletzt seinen Projektraum „Messroom“ in Köln .

» Die offizielle Eröffnung des neuen Projektraumes „HALLE 17A“ des Künstlers Heinz-Josef Mess ist am Samstag (9. Oktober) um 19 Uhr am Standort Oststraße 17a. Alle Interessierten sind willkommen.

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